Beispielloser Zusammenhalt im Team Autohaus Nett Motorsport wiegt mehr als ein fünfter Platz

Großartiger Teamgeist

09.10.2017 - 09:57

Nürburgring. „Das Team hätte heute auf jeden Fall mehr verdient“, sagte Fahrer und Teamchef Jürgen Nett nach dem Rennen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der angestrebte Podestplatz ist zwar nicht herausgesprungen, doch einmal mehr war der Geschäftsführer und Serviceleiter des Mayener Autohauses überwältigt ob der Leistung der Boxencrew. „Was die Jungs heute geleistet haben, ist beispiellos.“

Doch von vorne: Das Qualifikationstraining zum achten und vorletzten Lauf der VLN–Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring begann auf abtrocknender Strecke. Keine leichten Bedingungen, mit denen das Fahrertrio Achim Nett, Jürgen Nett und Bradley Philpot jedoch wie gewohnt gekonnt umging. Die Uhr blieb am Ende bei einer Zeit von 9:08.523 Minuten stehen, was den fünften Startplatz in der Klasse bedeutete.

Vor dem Rennstart um 12 Uhr hatten die beiden Nett-Brüder dann noch die Gelegenheit zu einem Treffen mit dem Vorstandstandvorsitzenden von PSA Peugeot Citroën, Carlos Tavares. Der Portugiese, seit jeher begeisterter Amateurrennfahrer, hatte für den 49. ADAC Barbarossapreis auf einem Calibra aus dem Hause Opel genannt, also jener Marke, die bekanntermaßen in den Besitz von PSA übergegangen war.


Probleme wurden von der Mechaniker-Crew hervorragend gelöst


Bradley Philpot bereitete sich derweil auf den Start vor und konnte sogleich eine Position gut machen. Anschließend jagte er den drittplatzieren Honda Civic TCR vor sich her, bevor ihm in Runde 3 abermals die Technik einen Strich durch die Rechnung machte. Ein Kabelbruch in der Zündspule stellte die Mechaniker-Crew erstmals auf die Probe: In nur fünf Minuten war der Fehler analysiert und behoben, Jürgen Nett übernahm das Steuer früher als geplant und machte sich auf die Verfolgung. Zu Gute kamen ihm dabei die immer wieder einsetzenden Regenschauer – „Nett-Wetter“. Der VLN-Gesamtsieger von 1987 ließ die sprichwörtliche Kuh fliegen und schenkte der Konkurrenz, wohlgemerkt auf profillosen Slicks, pro Runde 5-15 Sekunden ein. Doch auch diese Attacke wurde jäh unterbrochen. „Es fing zunächst mit leichten Vibrationen in Rechtskurven an. Als diese immer stärker wurden, entschied ich mit Renningenieur Christian Erben, eine Runde früher als geplant zu stoppen. Nicht wie zunächst vermutet der Reifen, sondern ein Riss in der linken Antriebswelle war der Grund für den erneuten unfreiwilligen Halt. In einer Situation, wo manch anderer vielleicht ans Aufgeben denken würde, packte die Mannschaft unter Chef-Mechaniker Lothar Gäb der absolute Teamgeist: Nach abermals lediglich fünf Minuten - Jürgen Nett scheute sich nicht, dies eine „Rekordzeit“ zu nennen – konnte Achim Nett die Box bereits wieder verlassen und fuhr den Peugeot 308 EuroRepar TCR letztendlich auf Position 6 ins Ziel – oder wie es im Team-Jargon genannt wurde: „P6 ins Ziel geschraubt“.

Der Engländer Bradley Philpot konnte sich dem Lob an die Crew nur anschließen: „Amazing job!“ – großartige Arbeit.

Am grünen Tisch machte das Team Autohaus Nett Motorsport dann noch einen Platz wett. Durch die Disqualifikation des Seat Leon TCR von FEV Racing rückte man auf den fünften Klassenrang vor. Andreas Krein

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Kommentare

Der Landrat brachte 500 Euro mit

Gudrun Kast :
Sehr schöner Bericht, liebe Monika Fuchs
Uwe Klasen:
Nun ja, abgesehen von den positiven Auswirkungen der Renaturierung des Bächelsbaches und den negativen Erfahrungen der Betroffenen, so kann der BUND vielleicht die Aussage ("eher mit einem Ja zu beantworten") mit Daten des Umweltbundesamtes (Monitoringbericht 2015) neu beurteilen, worin "es keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland gebe; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben". Und, lt. den Prognosen der Computermodelle zum (anthroprogonen) Klimawandel sollen ja die Sommer in Deutschland trockener werden. Wie immer, nichts genaues ist bekannt!
Kugelmann:
Demokratie lebt vom WANDEL! Macht zu lange ausgeübt, führt zu Selbstüberschätzung derer, die sie glauben zu haben. „Siegessicherheit macht nämlich leichtsinnig und TRÄGE!“ Von 49. 359 Wahlberechtigten wählten 37.653 (76,28%) den CDU-Kandidaten nicht! Das bedeutet, dass sich der neue OB in den kommenden Jahren auch wieder auf eine Mehrheit von Mitbürgern abstützen muss, die sich wenig für Kommunalpolitik interessiert sowie politisch anders orientiert ist. Das macht wie so oft deutlich, welchen Stellenwert das Amt und die Person für die Bürger Neuwieds mittlerweile (40,1 % Wahlbeteiligung) besitzen. Bei einer Wahlbeteiligung (Stichwahl) von nur noch 40,41 % wurden dann aus 11.706 Stimmen 59,56 % für ihn, was letztlich heißt, dass der zukünftige Oberbürgermeister sich auf eine ihn gewählte Minderheit/Wahlberechtigte abstützt, die in naher Zukunft auch wieder unter „Artenschutz“ gestellt wird. „Wer trägt denn nun die Verantwortung für dieses „Desinteresse? Zweifelsohne Politiker mit ihrem Auftreten und Verhalten selbst.“ Wenn die negativen Erfahrungen der Bürger beim direkten Kontakt mit Politikern und Staat überwiegen, formt sich ein Bild des Versagens, des Rückzugs und der Verärgerung. Dagegen muss die Politik vorgehen - durch das Handeln vor Ort. Insofern ist es richtig, Probleme zu benennen, die der Bürger wirklich hat. Noch besser ist es, diese auch lösen zu wollen – ohne Kompetenzgerangel. Deshalb muss es heute und zukünftig lauten „Mehr Staat wagen“. Nicht, um die Wirtschaft zu reglementieren oder die Bürger zu überwachen, sondern um dort besser zu funktionieren, wo es einen berechtigten Anspruch an den Staat gibt. Im Klartext: „Dort, wo der Bürger den Staat wirklich braucht. Das kostet Geld – für die Verwaltung, Lehrer, Polizisten, Schulgebäude, Krankenhäuser etc.. Aber es ist gut angelegtes Geld. Weil Vertrauen in den Staat auch Vertrauen in die Demokratie bedeutet. Und das sollte auf keinen Fall verloren gehen.“ „BEGEISTERN durch VORBILD!“ Dem neuen Oberbürgermeister sind viel Glück und Stehvermögen zu wünschen, auf das er nicht zu einem Getriebenen und Erfüllungsgehilfen einer siegestrunkenen CDU wird, die doch schon jahrelang mit den „Hufen“ gescharrt hatte.
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