Eissport Gemeinschaft Diez-Limburg e.V.

Hauptrunden-Meister: EGDL gewinnt in Herford

12.02.2018 - 08:50

Diez/Herford. Einsame Spitze: Die EG Diez-Limburg kann zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde nicht mehr vom ersten Tabellenplatz der Regionalliga West verdrängt werden. Mit dem 7:4 (3:0, 3:3, 1:1)-Sieg beim Tabellenzweiten Herforder Ice Dragons sicherten sich die Rockets beeindruckend souverän die Hauptrunden-Meisterschaft. Die EGDL hat bei noch sechs zu vergebenen Punkten satte elf Zähler Vorsprung auf das punktgleiche Verfolgertrio aus Herford, Neuwied und Ratingen. Damit geht das Team von der Lahn als Spitzenreiter in die Play-offs und hätte damit in allen Play-off-Runden (zunächst) Heimrecht.


Konzentration wurde belohnt


Der Spitzenreiter unterstrich schon in den ersten Minuten in der Eissporthalle „Im kleinen Felde“, dass man noch lange nicht satt ist nach bereits 29 gespielten Regionalliga-Partien. Einen Punkt aus drei Spielen brauchte die EGDL noch für die Vorrunden-Meisterschaft, und den wollte man so schnell wie möglich einfahren. Mit dieser Entschlossenheit angereist gingen die Rockets auch in den ersten Spielminuten zu Werke. Andre Bruch (5.), Matt Fischer (8.) und Florian Böhm (13.) schossen schnell eine beruhigende 3:0-Führung heraus. „Wir sind sehr konzentriert ins Spiel gegangen und hatten auch sehr schnell Zugriff auf den Gegner“, sagte Trainer Arno Lörsch. „Die Mannschaft hat sehr selbstbewusst agiert, defensiv nichts zu gelassen und offensiv sehr effektiv und schnörkellos gespielt. Aber wir hatten auch das nötige Scheibenglück.“


Herausforderung angenommen


Mit nur einem Keeper (Constantin Schönfelder) und ohne insgesamt sechs Ausfälle angereist hatten die Gäste die Partie im ersten Drittel klar im Griff. „Dann hat sich die Mannschaft aber gedacht: Och, das ist ja einfach. Dann müssen wir auch nicht mehr so viel machen und können uns ein bisschen ausruhen.“ Auch wenn der Rockets-Trainer grundsätzlich ein Freund davon ist, Kräfte effektiv einzusetzen – so vermessen zu denken, man könne sich in Herford ausruhen ist Arno Lörsch nicht. Warum unterstrichen die Ice Dragons in den Minuten 22 bis 26: Aaron Reckers (22., in Überzahl), Benjamin Skinner (23.) und Kevin Rempel (26.) machten aus einem 0:3 ein 3:3.

„Ich meine, wir sprechen hier über Herford“, zuckte Lörsch mit den Schultern. „Denen gibst du eine Minute das Gefühl, dass du nicht so ganz bei der Sache bist, und die machen sofort eine Bude. Oder eben zwei oder drei. Die reagieren da sofort. Und ich musste nach dem 3:3 mal kurz einen Schrei loslassen an der Bande.“

Der zeigte Wirkung und führte prompt zu einer Reaktion: Nur eine Minute nach dem Ausgleich brachte Joey Davies die EGDL wieder in Führung (27.). „Und dann war auch sofort wieder Ruhe auf dem Eis“, freute sich der Trainer. „Herford hatte die ersten 15 Minuten der Partie ein wenig verschlafen, konnte dann nach dem Comeback den Schwung der drei Tore nicht mitnehmen. Joey hat sie mit dem 4:3 aber auch eiskalt erwischt.“ Und nicht nur der Kanadier traf: Florian Böhm erhöhte in Überzahl auf 5:3 (31.), bevor Davies in Unterzahl das 6:3 nachlegte (35.). Wieder lagen die Rockets mit drei Toren vorne, wieder schien man die Partie im Griff zu haben.


Den Fokus nicht verloren


Im Vergleich zur Anfangsphase des zweiten Drittels blieb das Lörsch-Team aber auch im letzten Drittel weitestgehend konzentriert und ließ sich auch vom 4:6 durch Fabian Staudt (48.) nicht mehr aus der Ruhe bringen. „Da gab es den Weckruf von mir schon ein bisschen früher, danach war dann aber auch gut. Wir haben es dann sauber verwaltet und nach Hause gebracht.“ Matt Fischer traf noch zum 7:4 (51.), weitere gute Gelegenheiten - etwa von Konstantin Firsanov und Andre Bruch - blieben ungenutzt. „Das wäre dann aber auch zu viel gewesen, schon das 7:4 war im Ergebnis deutlicher als das Spiel. Herford war in diesem Spiel nicht drei Tore schlechter.“

Mit dem Sieg in der Tasche können die Rockets nun die letzten beiden Hauptrundenspiele in Soest (Sonntag) und gegen Hamm (Freitag) ohne jeden Druck angehen. „Hätten wir uns diese Situation mit diesem Punktevorsprung vor der Saison gewünscht, dann hätten wir uns entweder anhören müssen ,Ihr fliegt aber ganz schön hoch‘ oder ,Ihr habt doch einen an der Waffel‘. Die Mannschaft ist nach den Fehltritten im September und Oktober als homogene und starke Einheit zusammengewachsen. Zu sehen, wie wir als Mannschaft auftreten und wie uns andere dafür Respekt zollen, ist auch für mich als Trainer ein ganz besonders gutes Gefühl. Wir gewinnen unsere Spiele ohne viele Strafen zu ziehen. Und wir haben auch nicht den Druck, jede Strafzeit des Gegners ausnutzen zu müssen. Das macht die Mannschaft richtig stark und überzeugend. An diesem Erfolg und den bisherigen 70 Punkten haben alle Rockets ihren Anteil.“


Namen und Zahlen des Spiels


EG Diez-Limburg: Schönfelder - Schophuis, Ansink, Krämer, E. Grund, Wex, Langer - Niestroj, Davies, Bruch, Fischer, Firsanov, F. Flemming, P. Maier, Böhm, Kail, Varianov, M. Maier (Es fehlten: Themm, Kärkäs, Löwing, Stroeks, J. Grund, Mainzer). Schiedsrichter: Eugen Berger. Zuschauer: 613. Tore: 0:1 Andre Bruch (5.), 0:2 Matt Fischer (8.), 0:3 Florian Böhm (13.), 1:3 Aaron Reckers (22., +1), 2:3 Benjamin Skinner (23.), 3:3 Kevin Rempel (26.), 3:4 Joey Davies (27.), 3:5 Florian Böhm (31., +1), 3:6 Joey Davis (35., -1), 4:6 Fabian Staudt (48.), 4:7 Matt Fischer (51.). Strafen: Herford 8, Diez-Limburg 10.

Pressemitteilung EGDL

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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