1. Koblenzer Sparkassen Marathon wirft Schatten voraus

Kaiserin Augusta rafft die Röcke

Schauspielerin Sabine Schmidt in einer ungewöhnlichen (Neben-)Rolle

15.05.2017 - 10:26

Koblenz. Zur Bewerbung des ersten Koblenzer Sparkassen Marathons im September entstanden kürzlich Foto- und Videoaufnahmen. Dabei machte die bekannte Koblenzerin Sabine Schmidt mit – Darstellerin der Kaiserin Augusta.

„Bitte noch einen Schritt weiter nach rechts, damit ich zwischen Ampel und Laterne durch fotografieren kann“, sagt Kameramann Thomas Frey, „und ein erstauntes Gesicht machen, wenn die Läufer locker vorbei rennen“. Sabine Schmidt kann mit genauen Instruktionen gut umgehen. Und auf Kommando erstaunt gucken sowieso, als gelernte Schauspielerin. Auf der Mainzer Straße, im Rücken des Kaiserin-Augusta-Denkmals, sortiert sich die Gruppe: der Fotograf, die Kaiserin mit Sonnenschirm und Blumenstrauß sowie 15 Läufer. Da die Laufstrecke des neuen Citymarathons hier tatsächlich entlang führt – Start und Ziel ist am Stadion Oberwerth, von dort aus geht es zunächst zum Deutschen Eck – steht diese Location im „Drehbuch“. Der Presssprecher Rolf Geifes: „Ich hatte kurz vor dem Fototermin mit der Logopädin Sabine Schmidt zu tun. Irgendwann fiel bei mir der Groschen, dass sie auch die Schauspielerin Sabine Schmidt ist, welche mit Perücke und Kostüm etwa beim Augusta-Fest die Wohltäterin der Stadt mimt. Und als sie sagte, `Ich bin ja ein humorvoller Mensch und würde als Kaiserin gerne mal etwas Lustiges machen´, dachte ich: Ein Werbefoto mit der Augusta, das wär’s!“ Sein Hintergedanke dabei: 2017 feiert Koblenz nicht nur Marathon-Premiere, sondern auch 200 Jahre preußische Großfestung.


Kaiserin beim Citymarathon


Zunächst traute sich Geifes nicht zu fragen. Aber als die Gesprächspartner aufs Laufen und den neuen Citymarathon zu sprechen kamen, Schmidt erwähnte, dass sie dafür sogar schon angemeldet sei, tat er es. Und Sabine Schmidt sagte spontan zu. Denn laufen ist ihr wichtig: „Ich habe ja bis letzten Sommer noch mal die Schulbank gedrückt und mich zur Logopädin ausbilden lassen“, erzählt sie. „In der Examensphase bin ich viel gejoggt. Ich hatte mir die Klausurthemen aufs Handy gesprochen und beim Laufen abgehört.“ Lachend fügt die 40-Jährige an: „Die Anatomie des Ohres habe ich auf der Wasserwerksrunde gepaukt.“ Die Koblenzerin ist seit Herbst fachliche Leiterin einer Logopädiepraxis auf der Schlossstraße. Sie übt mit Kindern deren Aussprache, arbeitet mit Schlaganfall- und Parkinsonpatienten. Außerdem schult die Logopädin Menschen in Sprechberufen. „Laufen ist für mich eine gute Energiequelle, da bekomme ich den Kopf frei“, sagt sie. „Außerdem bin ich Koblenzerin. Daher mache ich diesen Spaß gerne mit!“ Die erste Szene ist im Kasten. „Okay, zweites Motiv“, kündigt der Fotograf danach an und erklärt: „Augusta sieht die Läufer heraneilen, rafft ihre Röcke und rennt begeistert mit. Motto: Da muss ich auch dabei sein.“ Die Akteure stellen sich auf, Schmidt als Augusta vorneweg. Einige Spaziergänger schauen interessiert zu. Wegen Sonne und Hintergrund müssen die Darsteller dieses Mal quer über die Straße laufen. Pressemann Geifes gibt das Go, als die Straße frei ist. Alle rennen los, doch Thomas Frey ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden, schickt die Darsteller auf die Ausgangsposition zurück: „Ihr Läufer müsst enger zusammen stehen. Und Augusta, bitte den Rock höher ziehen, sonst sieht man die Sportschuhe nicht.“ Beim zweiten Anlauf stimmt alles.

Nun müssen die Akteure fürs Video nochmals flitzen, dann ist die Szene endgültig „gestorben“, wie es in der Filmsprache heißt.

Der Koblenzer Sparkassen Marathon findet in der Tradition des Mittelrhein-Marathons statt. Er wird vom gleichen Ausrichterverein veranstaltet, ist aber ein reiner Citylauf. Für die Bewerbung im Web, auf Facebook, auf Marathonmessen und in den Medien bundesweit braucht der Ausrichter daher ansprechendes Bildmaterial. „Wir möchten den Läufern zeigen, welche tolle Kulisse sie in der Festungsstadt erwartet“, sagt der Pressesprecher. „Daher inszenieren wir mit Läufern einige markante Punkte entlang der Strecke wie Mainzer Tor, Schloss, Theater, Rheinufer, Deutsches Eck, Moselufer, Florinsmarkt, Balduinbrücke, Alte Burg, Vier Türme, Entenpfuhl, Jesuiten- und Görresplatz.“ Über das witzige Motiv mit „Kaiserin Schmidt“ freut er sich besonders. Denn: „So können wir zeigen, dass wir in Koblenz nicht nur Marathondurchführung können, sondern auch rheinischen Frohsinn.“ Und genau das möchte der Koblenzer Sparkassen Marathon in der Ausschreibung vermitteln: Ein tolles neues Lauferlebnis mit viel Spaß für Starter aus Nah und Fern sowie die Zuschauer entlang der Strecke.


Allgemeine Infos


Der Koblenzer Sparkassen Marathon findet am Sonntag, 3. September mit den Disziplinen Marathon, Halbmarathon, Teammarathon sowie 10 und 5 km Lauf statt. www.koblenz-marathon.de.

Pressemitteilung

Mittelrhein Marathon e.V.

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Kommentare
juergen mueller:
Glaubt man den Ausführungen zum Nachdenken von Herrn Klasen, dann wäre es allen CO"-Jüngern angeraten, auch an dieser radelnden Veranstaltung zum Klima- und Umweltschutz nicht teilzunehmen, denn nach seiner These trägt auch die Ausatemluft (nicht nur vorne), insbesondere bei Dauerbelastung zu einem erhöhten Ausstoß an CO2 u. damit zur Erderwärmung bei. Das müsste dann ja auch auf z.B. sexuelle Betätigungen zutreffen, oder? Also auch einstellen. Aber WAS ist mit UNSEREM Energieverbrauch (Fabrikmaschinen, Autos, Computer, Handys, Küchengeräte etc.)? Diese Energie wird erzeugt durch Verbrennung von Kohle, Öl, Gas = CO2. Wald- Grünflächen, die CO2 speichern, schrumpfen/verschwinden - mehr Ackerland u.Viehwirtschaft, da der Mensch weltweit immer mehr Fleisch isst = mehr Rinder/Schweine, die Unmengen von Methan-/Treibhausgas in die Luft rülpsen/furzen. Ich finde - wer radelt sündigt nicht u. wenn er dabei auch mal kräftig ausatmet oder ein Fürzchen lässt - der Umwelt wird`s nicht schaden.
juergen mueller:
D.h. Mensch oben/hinten weniger Ausatmen (durchschnittl.Gasausstoß ca.600 ml pro Tag lt. Atmungs- u. Blähungsanalyse). Auch die richtige Ernährung spielt hierbei eine wichtige Rolle, da Gas hauptsächlich aus Nahrungsmitteln erzeugt wird (unverdauliche oder Übermaß an Kohlehydrate u. Proteine, die nicht vom Dickdarm verarbeitet werden können (z.b. Bohnen, Pilze, Kohl, Zwiebel - das nennt man gärungsfähige Substanzen). Vegetarier produzieren u. stoßen übrigens mehr Gas als Fleischesser aus (sind sie deshalb mehr verantwortlich für den Klimawandel/Erderwärmung als Industrie u. Landwirtschaft?). Vorteil eines Vegetariers: Er hat nur leise, gleichmäßige Blähungen, dadurch einen losen Schließmuskel - man erkennt sie nur an dem Gestank, der vom Gärungsprozeß kommt. 2.Klimakiller KUH: HOCHLEISTUNGSKUH: 700 kg/täglich 50 Kilo Grün-/Kraftfutter = "3 Tonnen" - 1er BMW 128 Gramm pro gef.KM - bei 15000 KM jährlicher Ausstoß "2" To. Wozu da noch über zusätzliche CO2-Emmissionen nachdenken?
Uwe Klasen:
Für die CO²-Jünger zum Nachdenken: Der CO²-Gehalt der Ausatemluft liegt recht konstant bei 4 Prozent (40 Milliliter CO² / Liter). Und so können in Dauerbelastung (Sport, etc.) schnell 2.040 Kilogramm CO² pro Jahr nur durch Atmen produziert werden! Da es bislang keinen wissenschaftlichen Beweis für eine Erwärmung durch zusätzliche CO²-Emmissionen gibt, ist dies eine Propagandaveranstaltung für Gläubige!
Uwe Klasen :
Das ist der richtige Weg, so wie es derzeit ist, hier sei als schlechtes (Vorbild) Beispiel der Fraktionszwang genannt, kann es einfach nicht weitergehen! Das sollten endlich auch die Politiker in Bund und Ländern erkennen und entsprechende Regelungen für die aktive Mitbestimmung der Bürger in die Wege leiten! Vorbild Schweiz!
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