2. Kunstturn-Bundesliga

Makellose Heimbilanz

KTV Koblenz schlägt KTV Ries mit 34:22

Makellose Heimbilanz

Ivo Hofmann. Foto: privat

14.11.2017 - 17:54

Koblenz. Die Kunstturnvereinigung (KTV) Ries aus dem bayerischen Nördlingen im Donau-Ries Kreis turnte 26 Jahre lang erfolgreich in der Zweiten Kunstturn-Bundesliga Staffel Süd, wo sie 2003 und 2008 den Meistertitel errang. Nach dem Abstieg in die Dritte Bundesliga im Jahr 2013 gelang 2016 der Wiederaufstieg in die Zweiten Bundesliga, wo man sich aufgrund der geografischen Verteilung der Mannschaften in der Staffel Nord wiederfand.

Nach Siegen gegen Heidelberg, Oberhausen und Bochum/Witten hatten sich die Turner aus dem Nördlinger Leistungszentrum in der oberen Tabellenhälfte etabliert. Mit dem russischen Nationalturner Ilya Kibartas verfügen die Rieser über einen absoluten Spitzenturner, der die Topscorer Wertung der Zweiten Bundesliga Staffel Nord mit großem Abstand anführt. Im Wettkampf gegen Heidelberg erreichte Kibartas mit 85,50 Punkten eine Weltklasseleistung, die ihm bei der Weltmeisterschaft in Montreal den fünften Platz im Mehrkampffinale eingebracht hätte. Neben dem russischen Ausnahmeturner stellen die Bayern mit dem aus Chemnitz stammenden deutschen Juniorenkaderturner Maurice-Etienne Praetorius einen weiteren Spitzenathleten der Liga. Angesichts der Ergebnisse der Vorwoche, als die Rieser bei einem Gesamtausgangswert von über 101 Punkten 297 Punkte beim Sieg gegen Oberhausen erreichten, war für die Koblenzer klar, dass dem Gegner nur durch fehlerfrei geturnte Übungen beizukommen war. Angelo Schall setzte diese Marschroute perfekt um und neutralisierte die Bodenübung seines Gegners Arian Trieb. Auch das zweite Duell zwischen Wowa Klimenko und Ilya Kibartas endete Null zu Null, wobei der Rieser Gastturner einen im Vergleich zur Vorwoche um sechs Zehntel niedrigeren Ausgangswert aufwies. In der Gesamtschau des Wettkampfes sollte sich dieses Defizit auf 3,1 Punkte addieren, was zu einem wesentlichen Faktor im Gesamtergebnis wurde. Die Bodenwertung ging mit 4:2 an die Gastgeber, weil Glenn Smink Lukas Leonhard mit vier Scores keine Chance ließ, und Andreas Hofer Ivo Hofmann nur zwei Zähler abknöpfen konnte. Fehlerfreie Seitpferdübungen der Gastgeber führten bei einem Absteiger und einem fehlerhaften Vortrag der Nördlinger zum 9:3 Erfolg des „Team vom (R)Eck“ am zweiten Gerät. An den Ringen drehten die Rieser den Spieß um und siegten mit 7:3 zur knappen 15:13 Pausenführung der Koblenzer. Auch der Sprung brachte keine Vorentscheidung. Am Ende hieß es 4:4, wobei Standschwierigkeiten von Maurice-Etienne Praetorius und Ilya Kibartas den weiterhin fehlerfrei agierenden Gastgebern in die Karten gespielt hatten.


Duell am Barren war der Knackpunkt


Das zweite Duell am Barren war der Knackpunkt des Wettkampfes Nach dem routiniert durchturnenden Alexander Heinrich hatten die KTV Taktiker Ralf Schall und Christoph Brandt Wowa Klimenko ans Gerät geschickt, der seine Übung fehlerlos durchzog und so die Gäste zum Einsatz von Ilya Kibartas zwang. Der russische Gastturner hielt dem Druck allerdings nicht Stand und musste nach einem völlig misslungenen Vortrag vier Scorepunkte abgeben. Als dann Boudewijn de Vries im vierten Duell mit einer bärenstarken Darbietung weitere vier Zähler auf das Konto der Mittelrheiner buchte, war die Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber gefallen. Am Reck ließen die Schützlinge von KTV Coach Ralf Schall dann gar nichts mehr anbrennen, so dass sie die Begegnung letztendlich doch sehr deutlich mit 34:22 für sich entschieden. Den Zuschauern wurde ein äußerst attraktiver Wettkampf mit vielen turnerischen Leckerbissen geboten. Die Mannschaft der KTV Koblenz turnte ohne Übungsunterbrechung oder Sturz wie aus einem Guss und erreichte mit 299,85 Punkten nach herkömmlicher Wertung das zweithöchste Ergebnis aller Mannschaften in der Zweiten Bundesliga. Die makellose Heimbilanz mit Siegen gegen Hannover, Oberhausen und nunmehr der KTV Ries beschert den Koblenzern ein ausgeglichenes Punktekonto. Im letzten Wettkampf der Saison beim Turnzentrum Bochum/Witten haben die Schützlinge von KTV Trainer Ralf Schall sogar die Möglichkeit, sich mit einem Sieg den vierten Tabellenplatz zu sichern.

KTV Koblenz - KTV Ries 34:22: (9:3 Gerätepunkte/299,85:295,25 Wettkampfpunkte); Boden 4:2, Pferd 8:4, Ringe 3:7, Sprung 4:4, Barren 8:3, Reck 7:2.


Für die KTV Koblenz turnten:


Angelo Schall (1 Scorerpunkt), Vladimir Klimenko (9), Boudewijn de Vries(13),JochenPfirrmann, Ivo Hofmann (3), Tom Kunz, Glenn Smink (5), Pascal Glowienka (2) und Alexander Heinrich

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Kommentare
Tobias Schneider:
Ich bin Hofmann-Göttig dankbar, dass er schweren Schaden in Millionenhöhe von der Stadt abgewendet hat. 2010/2011 wollte Walterpeter Twer als der Herausgeber der Rheinzeitung die Stadt drängen, der TUS Koblenz für viele Millionen ein neues Stadion zu bauen. (Die TUS war damals kurz in der 2. Bundesliga.) Das hätte die Stadt viele Millionen gekostet. Hofmann-Göttig war standhaft und hat der TUS erklärt, dass die Stadt sich das nicht leisten kann. Hätte sich Walterpeter Twer durchgesetzt, hätte die Stadt jetzt ein riesiges Stadion für einen unterklassigen Verein und Millionen zusätzlicher Schulden am Hals. Daher: Danke JoHo, dass Sie trotz der publizistischen Macht von Herrn Twer Rückgrat bewiesen haben. Die RZ hat den OB danach lange nicht mehr im Bild abgedruckt oder wohlwollend über ihn berichtet. Ich vermute, dass das aktuelle Herumreiten auf den Verfehlungen von Herrn Hofmann-Göttig gerade in der Rheinzeitung ein spätes Nachtreten von Herrn Twer ist.
juergen mueller:
Ihren Einkommensvergleich kann ich weder nachvollziehen noch akzeptieren. Es ist mir bekannt was in der Wirtschaft, Ärzte- u. Apothekerschaft verdient wird, aber auch, welchem Verantwortungs- u. Entscheidungsbewußtsein z.B. letztere unterliegen. Hat es negative Folgen, dann hat es strafrechtliche Konsequenzen - ein Politiker bestreitet erst einmal, tritt dann zurück, kassiert dennoch automatisch Übergangsgeld (für jedes Jahr als MdB einen Monat in voller Höhe - derzeit 9542 Euro bis zu 1 1/2 Jahre). Langzeitabgeordnete kassieren defacto bis zu 171.756 Euro. Dazu kommt ein bereits für jedes Jahr als MdB fälliger Pensionsanspruch von 239 Euro monatlich. DAS alles zahlt der STEUERZAHLER. Eine solch generöse Altersversorgung gibt es nur bei uns. Das ist KEIN Ärgernis, sondern eine Sauerei hoch 3. Ich wüsste nicht, dass die von Ihnen angesprochenen mittelständischen Unternehmen oder Radiologen in diesen Genuss kommen, sondern vielmehr für ihr Geld hart "arbeiten" müssen.
Thomas Schmitz:
Hallo Herr Müller, klar, kann man die Bezahlung jetzt nicht mit der Bezahlung eines durchschnittlichen Angestellten vergleichen. Aus meiner Tätigkeit als Steuerberater weiß ich, was so manch Inhaber eines mittelständischen Unternehmens oder zum Beispiel ein Radiologe an Einkommen hat. Zum Teil übersteigt das die von Ihnen genannten Beträge deutlich. Wenn man dann sieht, welche Bedeutung die Entscheidungen eines Abgeordneten für uns alle haben kann, halte ich die Bezahlung nicht für unangemessen.
juergen mueller:
Es gibt Zeitgenossen, die einen auf der Straße unaufgefordert anquatschen - JA, ich habe diesen Artikel zum Anlass genommen mich zu der Finanzierung der MdB durch den Steuerzahler zu äussern. Vergessen habe ich zu erwähnen, dass diese 2014 mal so einfach beschlossen, ihre Einkünfte an den sogen. Nominallohnindex zu koppeln (durchschnittliche Entwicklung der Bruttomonatsverdienste der Beschäftigten), um einer öffentlichen, strittigen Debatte, verbunden mit der Diätenerhöhung, zu entgehen. Desweiteren, sich unsere sogen. Volksvertreter neben ihrem "regulären Politikersalär" eine Reihe versteckter Nebenleistungen gönnen. Auch die Frage bleibt, warum die MdB nicht selbst für ihre Pension privat vorsorgen müssen, sondern der Steuerzahler? Warum bekommen diese eine STEUERFREIE Kostenpauschale von monatl. 4318 Euro? Warum muss der Steuerzahler für diese ungerechtfertigte Vollalimentation mit seiner Arbeitskraft aufkommen um selbst nachher Altersarmut genießen zu dürfen?

Den Rücken der Gläubigen stärken

Thorsten Meier:
Guten Tag Herr Hambürger, ich verstehe nicht, was Sie unter UNSERE Kollekten und Kirchensteuer verstehen. Wenn Sie aus der Kirche ausgetreten sind, wird von Ihrem Gehalt doch keine Kirchensteuer eingezogen. Es zwingt Sie doch auch keiner, Geld für eine Kollekte zu geben. Warum sprechen Sie Kirche das Recht ab, frei über die Nutzung Ihrer Gelder zu entscheiden? Die Kirche maßt sich doch auch nicht an, Ihnen vorzuschreiben, was Sie mit ihrem Geld machen. Liebe Grüße Thorsten Meier
juergen mueller:
Die jetzige Aufregung kann ich beim besten Willen als einer derjenigen nicht verstehen, der bereits vor 38 Jahren seinen Kirchenaustritt begründet vollzogen hat. Limburg und Södertälje gab es zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schon - auch, dass kirchlicherseits Spenden z.B. für ein Kinderhilfswerk eingefordert wurden, Spenden, von denen ein kirchlicher Würdenträger seine "PENTHOUSWOHNUNG" renovieren ließ. An der Scheinheiligkeit und der Macht des Geldes hat sich auch nach Jahrhunderten kirchlicherseits NICHTS geändert, im Gegenteil, es gehört nach wie vor dazu. Der Slogan:"Den Rücken der Gläubigen stärken" ist genauso vermessen u. penetrant heuchlerisch scheinheilig, wie, als wenn ein Politiker "der Gläubigen" mit ersetzt "der Bürger" hinausposaunt. Wem bekannt ist, welcher "Reichtümer (Bares inkl. Immobilien, Ländereien)" sich die Kirche erfreuen darf, der sollte sich doch fragen:"WARUM stärkt man den Rücken der Gläubigen u. Hilfsbedürftigen nicht davon?" WARUM immer "DIE ANDEREN?"
Armin Linden:
Ich kann Sie sehr gut verstehen M. Hambürger. Wer sich mit Kirchen, mit beiden - i.d. Tiefe beschäftigt, stellt fest, was für ein Partyzug mit Riesem Anhang seit Jahren unterwegs ist. Party all over the world. Bonifatius - Caritas ..egal wer. Am besten ist die Partymeile der Evangelisten. Die nehmen direkt Familie u. Partner mit. Ordentlich abfüttern. Dieses ganze unkultivierte Verhalten, wurde hier bei uns massiv durch Deutsche Bischöfe gefördert. Nichts anderes. Da fällt auch "Benedetto" als Türöffner Kirche ist kein Vorbild mehr. Pfarrer vor Ort müssen ran. Trier - München - Berlin feiert Party. Jetzt bauen wir erst mal in Schweden-
Regionale Kompetenzen

 
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