Radsportverein Sturmvogel Bad Neuenahr-Ahrweiler richtete „Großen Osterpreis der Bade- und Rotweinstadt“ aus

Nils Politt siegt souverän

Lokalmatador Nico Brenner zeigte erneut eine überragende Leistung

18.04.2017 - 09:56

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Seit Jahrzehnten steht der „Große Osterpreis der Bade- und Rotweinstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler“ für Radsport der Extraklasse. Organisiert vom Radsportverein Sturmvogel Bad Neuenahr-Ahrweiler, der vor zwei Jahren seinen 125. Geburtstag feiern konnte, erlebte die Traditionsveranstaltung jetzt ihre 68. Auflage.

Der neue Sturmvogel-Vorstand um den Vorsitzenden Marc Wurms hatte sich drei Themen für die Zukunft auf die Fahne geschrieben. Dazu gehört auch, den legendären Osterpreis attraktiver zu gestalten und wieder mehr Fans für den Rennradsport zu begeistern, Kinder und Jugendliche zum Radsport zu bringen und zu fördern sowie Breitensportler für den RSV zu gewinnen.

Neben den stets interessanten Rennen der Juniorinnen, Junioren, Schüler, Frauen, Männer und Senioren wurde das nachmittägliche Hauptrennen nicht zuletzt dank des großzügigen Engagements der Hauptsponsoren (Kreissparkasse Ahrweiler und Kern-Haus) durch hochklassige Prof-Fahrer signifikant aufgewertet. Nach den ersten Zusagen der Sponsoren begab sich der Vorstand auf die Suche nach Profis aus der Worldprotour. Ziel war es außerdem, namhafte Fahrer aus der Umgebung zu verpflichten. Ein Vorhaben, das perfekt realisiert werden konnte.

Namen wie Rick Zabel und Nils Politt (Team Katucha-Alpecin), Nikias Arndt (Team Sunweb), Christian Knees (Team Sky) oder Joshua Huppertz (Team Lotto Kern-Haus) - alles Fahrer, die schon an der Tour de France, am Giro d’Italia oder der Vuelta Espana teilgenommen haben - sorgten bei den zahlreichen Radsportfans an der Strecke für Begeisterung, trotz der zahlreichen, vorherigen Regenschauer.

Apropos Regen: War es im vergangenen Jahr das Hauptrennen, das unter feuchter Witterung leiden musste, waren diesmal die Rennen des Vormittags stark betroffen, regnete es doch von morgens bis mittags nahezu ohne Pause. Eine Tatsache, die zu einigen Ausfällen und Absagen führte. Dennoch konnten alle angesetzten Rennen der insgesamt zwölf Rennklassen, wenn auch mit witterungsbedingt verminderter Teilnehmerzahl, planmäßig gestartet werden - von den Junioren bis zu den Elite FT/Elite Frauen.

Trotz der ungünstigen äußeren Bedingungen gab es spannenden und attraktiven Radsport zu sehen, der nie langweilig wurde und mit zahlreichen Highlights aufwartete. Wie immer hatten die Organisatoren für einen perfekten Rahmen gesorgt, bei dem auch das leibliche Wohl alles andere als zu kurz kam. Auch der Charity-Aspekt war an diesem Tag präsent. So absolvierte die bekannte Wohltätigkeitsradfahrt „Tour der Hoffnung“ zwei Präsentationsrunden mit anschließender Scheckübergabe von 500 Euro durch den RSV Sturmvogel. Mit Spannung wartete das Publikum am Nachmittag auf den Auftakt des Hauptrennens, das sich pünktlich auf den berühmten, 1,2 Kilometer langen Dreieckskurs Schützenstraße-Bachemerstraße-Hochstadenstraße begab.

Dabei waren in 70 Runden insgesamt 84 Kilometer zu bewältigen. Bereits nach fünf Runden initiierte Nils Politt (Team Katucha-Alpecin), der vergangene Woche beim knapp 260 Kilometer langen Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix den 27. Platz belegt hatte, den entscheidenden Vorstoß. Diesem konnten nur Nikias Arndt (Team Sunweb) und Christian Noll (Team Kern-Haus) folgen. Das Trio harmonierte gut und konnte trotz der Bemühungen der Profiteams Lotto Kern-Haus und Cycle your Life den Vorsprung schnell ausbauen, so dass sich bereits zur Hälfte des Rennens die Überrundung anbahnte.


Das Feld kontrolliert


Statt die Überrundung zu vollziehen, hielt sich die Spitze jedoch rundenlang hinter dem Feld und kontrollierte so das Renngeschehen. 20 Runden vor Schluss zeigte Nils Politt seine ganze Klasse, setzte sich von der Spitzengruppe ab und flog förmlich am Hauptfeld vorbei. Lediglich sein Teamkollege Rick Zabel, Joshua Hupppertz vom Team Lotto Kern-Haus, Simon Happel vom Team Kern-Haus, Christopher Heider vom Bundesliga-Team Triebwerk sowie Nico Brenner vom Team Cycle your Life konnten folgen. Nach dem obligatorischen Schlusssprint sicherte sich Nils Politt verdientermaßen Rang eins vor Nikias Arndt und Christian Noll, Vierter wurde Vorjahressieger Joshua Huppertz.

Erneut überragend war auch die Leistung von Nico Brenner, der bei seinem Heimspiel einen überragenden siebten Platz belegte. „Wenn ich bedenke, wie viele erstklassige Profis hier in diesem Jahr dabei waren, dann ist der siebte Platz sogar noch höher einzuschätzen als Rang drei im vergangenen Jahr“, so Brenner.

Sensationell auch der dritte Platz von Team Kern-Haus-Fahrer Christian Noll. „Das Team hat heute eine überragende Mannschaftsleistung gezeigt und den Profis erfolgreich Paroli bieten können“, zeigte sich der Vorstandsvorsitzende von Kern-Haus, Bernhard Sommer, nach dem Rennen beeindruckt von der Leistung der Fahrer.


Die Ergebnisse


Senioren 2,3: 1. Dirk Trautmann (Comet Delia Köln), 2. Matthew Lee Franks (RIG Vorderpfalz), 3. Frank Oxenfart (Campus Bonn).

Juniorinnen U19: 1. Lea Teutenberg (Lexxi Speedbike), 2. Esmeralda Wannink (OWC Oldenzaal), 3. Pia Heming (RC Bocholt).

Elite FT/Elite Frauen: 1. Daniela Gaß (RSV Rülzheim), 2. Simona Janke (RV Wuppertal), 3. Lydia Wegemund (RSV Gütersloh).

Männer C-Klasse: 1. René Otterbein (SG Düsseldorf), 2. Hardy Zimmermann (Ciclismo Colonia), 3. Fynn Brestel (Kieler RV).

Junioren U19: 1. Sebastian Stamm (VfR Büttgen), 2. Brune Schmitz (RC Bocholt), 3. Julius Butenschön (RC Koblenz).

Schüler U15: 1. Niklas Bingel (RSV Nassau), 2. Jonathan Malte Rottmann (RSC Plettenberg), 3. Jan Rinklef (RSV Kartung).

Schüler U13: 1. Sina Temmen (SG Düsseldorf), 2. Jesper Linus Schmidt (RSC Rheinbach), 3. Danielo Lork (RV Siegburg).

Senioren 4: 1. Ron Paffen (Computron Cyclingteam), 2. Romuald Wilczynski (PRG Porz), 3. Ralf Hedtmann (RRG Osnabrück).

Jugend männlich U17: 1. Tim-Tom Teutenberg (Lexxi Speedbike), 2. Alexander Aymans (RV Spich), 3. Maximilian Eißer (RV Fischeln).

Hauptrennen: 1. Nils Politt (Team Katucha-Alpecin), 2. Nikias Arndt (Team Sunweb), 3. Christian Noll (Team Kern-Haus).

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Kommentare
Michael Daum:
Eine wichtige Info fehlt in diesem Beitrag: Wie viele interessierte Bürger haben denn an der Veranstaltung teilgenommen?
Armin Linden:
Ich muss Nicole777 abosolut beipflichten. Der Deutsche freiwillig, der Somalier auf PsychKG. etabliert incl. Vollpension. Ich habe seit Jahrzehnten, nicht soviele desolate Vorgänge, spéziell hier im AW Kreis erlebt. Alles schaut zu. Die KV. AW., Polizei & Gesundheitsämter halten sich alle generell fein säuberlich zurück. Die Polizei AW. könnte man glatt schliessen. Keiner merkt es mehr. Diese BRD & dieser L.K., ist bei "Lawrence von Arabien" Stilecht angekommen. Nur erhielt Peter O´Toole mehrere Oscars. Zustände wie bei Idi Amin im Kongo seinerzeit ! Hier funktioniert nur noch das Job-Center, Sachbearbeitung bis der Arzt kommt, Haft für Knöllchen u. GEZ.
Nicole777:
Der Deutsche ist also auf freiwilliger Basis in der Psychiatrie und der Somalier aufgrund des PsychKG eingewiesen. Beide begehen die gleiche Straftat und werden unterschiedlich behandelt. Wenn sich beide Männer in einer psychiatrischen Einrichtung befinden - egal ob freiwillig oder nicht -, gehe ich davon aus, dass BEIDE psychisch erkrankt sind. Diese Ungleichbehandlung erschließt sich mir nicht ...

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