SC 13 belohnt sich für eine ganz starke Mannschaftsleistung

Und dann kam Maxi Krug

Der Treffer zum 2:2 beim FC Speyer fiel erst in der Nachspielzeit

Und dann kam Maxi Krug

Maxi Krug erzielte den Ausgleich in letzter Sekunde. Foto: Guido Kölzer

20.03.2017 - 17:16

Bad Neuenahr. Die beste Saisonleistung hat dem SC 13 Bad Neuenahr einen ganz wertvollen Punkt beim starken Aufsteiger FC Speyer beschert. Maxi Krug sorgte mit der letzten Szene einer attraktiven Partie für eine gerechte Punkteteilung zweier Teams, die über die komplette Distanz daran interessiert waren, den Zuschauern ein sehr gutes Regionalligaspiel zu bieten. Ines Guenther hatte die Kurstädterinnen in der 52. Minute in Führung geschossen.

Danach lief alles, was im Fußball gegen einen laufen kann auch so in Richtung des SC 13. Zunächst egalisierte Sabrina Esslinger fünf Minuten später für den FC Speyer. Als dann auch noch die ganz starke Abwehrorganisatorin Johanna Kuhn verletzt ausgewechselt werden musste, war Yesim Demirel zehn Minuten vor Schluss die Nutznießerin der kurzen Neuorientierung in der Hintermannschaft der Kurstadt Elf. Doch Maxi Krug krönte eine Charakterleistung der Rohleder Truppe mit dem Ausgleich in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Somit verbleit der SC 13 auf dem dritten Tabellenrang und setzte vor allem kämpferisch ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz. Wieder mit Stefanie Lotzien und Luisa Grosch in der Startelf, setzte die junge Mannschaft von Trainer Jörg Rohleder ihre Vorgaben zunächst perfekt um. Frühes Attackieren sorgte für Ratlosigkeit aufseiten der Vorderpfälzerinnen.

Einzig Yesim Demirel wurde im ersten Durchgang zwei Mal auf die Reise geschickt, um dann aber zu erkennen, dass mit Jana Theisen eine Meisterin ihres Fachs zwischen den Pfosten des SC 13 Bad Neuenahr steht. Ansonsten bestimmte mit dem SC 13 das spielerisch reifere und vor allem konzentriertere Team da Geschehen. Leider konnte das Manko in der Chancenverwertung noch nicht ganz abgestellt werden, aber es war schon erfrischend, wie die Gäste in Speyer auftraten.

Nichts mehr zu sehen von der Dominanz, die der Aufsteiger in den letzten Spielen an den Tag gelegt hatten. „Das war das Beste, was sich bislang hier vorgestellt hat“, zollte Speyers Trainer Alexander Munk auch nach dem Spiel seinen höchsten Respekt vor einer klasse agierenden SC 13 Mannschaft. So war es dann auch fast folgerichtig, dass Ines Guenther eine Kombination über Feride Bakir und Luisa Grosch zum verdienten Führungstreffer abschließen konnte (52.). Fortan bewiesen nun die Gastgeberinnen ihre Klasse und kamen in Person von Sabrina Esslinger zum postwendenden Ausgleich. Von nun an schien wirklich alles gegen den Kurstadt Club zu laufen.

Die junge Magdalena Lang musste gleich zwei Volltreffer im Kopfbereich einstecken, machte aber unverdrossen weiter. Eine Viertelstunde vor Schluss deutete die bis dahin überragende Johanna Kuhn an, dass ihre Leiste wohl nicht mehr mitmacht. Der folgende Wechsel zog einige Umstellungen nach sich, was Speyer geschickt nutzen konnten. Yesim Demirel erzielte nach einer schönen Kombination den vermeintlich erlösenden Treffer zum 2:1 für die Gastgeberinnen. Doch nun zeigte der SC 13 ungeahnte Qualitäten. Mit letzten Willen warf man alles in die Waagschale. Die sichtlich angeschlagene Magdalena Lang erkämpfte in der Nachspielzeit noch einmal einen Eckball.

Dieser wurde von Luisa Grosch vor das Tor geschlagen und landete im „Ping Pong“ Verfahren auf dem Fuß von Maxi Krug, die das Runde zum viel umjubelten Ausgleich ins Eckige beförderte. Gleich danach pfiff Schiedsrichterin Sabine Forster die Begegnung ab und sorgte somit für unterschiedliche Reaktionen auf beiden Seiten.

Während Speyer haderte, war Jörg Rohleder entspannt und stolz gleichermaßen: „Die Mädels haben alles umgesetzt, was unter der Woche erarbeitet wurde. Hier in Speyer haben schon ganz andere Federn gelassen. Die Moral und Einstellung meiner Mannschaft war heute aller Ehren wert. Darauf lässt sich aufbauen, zumal die kommenden Spiele nicht leichter werden.“ Was er meint, sind die Spiele in Montabaur und gegen den SC Siegelbach. Beides Teams, die vor allem mit Kampfkraft zu überzeugen wissen. Gerade deshalb war der späte Ausgleich heute so wichtig.

SC 13: Jana Theisen; Johanna Kuhn (72. Luisa Deckenbrock), Stefanie Lotzien, Lena Fehrenbach, Luisa Grosch, Mara Walther, Magdalena Lang, Maxi Krug, Ines Guenther, Vanessa Freier, Feride Bakir (80. Elisabeth Müller)

Tore: 0:1 Ines Guenther (52.), 1:1 Sabrina Esslinger (57.), 2:1 Yesim Demirel (80.), 2:2 Maxi Krug (90.+2.)

SR: Sabine Forster

ZS: 50

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Kommentare
Uwe Klasen:
Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren und trotzdem liefern diese, je nach "Ertragsjahr", nur zwischen 15% - 25% des benötigten Stroms. Und diesen auch nur Zufälig, keinesfalls nach Bedarf. Die "ertragreichen" Standorte sind längst zugebaut mit Windrädern, nun sollen, auf Druck der Lobbyisten, auch noch die letzten, möglichen, Standorte folgen. Dabei sind diese nur rentabel weil die durch die Förderung nach dem EEG erhalten! Arten- und Menschenschutz werden dazu ausgeblendet!
Daniel Faßbender:
Familien sind doch nicht die Zielgruppe dieses Bades. Das war es nie und wird es auch in Zukunft nicht sein. Kinder sind eher ein Ärgernis für das wirkliche Klientel. Früher waren es die Kurgäste, heute sind es salopp geschrieben, die überwiegend zahlungskräftigen Rentner und ein paar Hotelgäste aus dem Quellenhof. Welche Familie mit einem oder mehreren Kindern kann oder will sich denn den Eintritt überhaupt noch leisten? Der Tageseintritt für zwei Erwachsene mit zwei Kindern liegt bei fast 40 EUR. Für mich ein Grund da nicht hinzugehen.
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
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