1. Koblenzer Sparkassen Marathon - Interview „Blick aktuell“ mit Holger Ritter (AOK)

Von Null auf 21?

Am Sonntag, 3. September

Von Null auf 21?

Auch am Kurfürstlichen Schloss führt die Laufstrecke des 1. Koblenzer Sparkassen Marathons vorbei…Foto: koblenz-marathon.de

12.06.2017 - 10:08

Koblenz. Am Sonntag, 3. September findet der erste Koblenzer Sparkassen Marathon statt - mit einer tollen Kulisse entlang der 21 Kilometer-Strecke, die sicherlich auch viele Kurzstreckenläufer zur Teilnahme reizt. „Blick aktuell“ sprach mit Holger Ritter, Sportlehrer und Lauftrainer bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in der Marathonstadt über die richtige Trainingsvorbereitung.

„Blick aktuell“: Herr Ritter, noch rund 12 Wochen bis zum neuen Citymarathon. Kann man sich dafür als Kurzstreckenläufer eigentlich noch fit machen?

Holger Ritter: Für einen Marathon - also die 42 km-Königsdisziplin - kann man das in der Kürze der Zeit nicht mehr. Die Teilnahme an einem Halbmarathon ist aber durchaus noch möglich - Gesundheit vorausgesetzt! Am besten spricht man vor Trainingsbeginn mit seinem Hausarzt und macht einen Gesundheitscheck, um eventuelle Risiken auszuschließen.

„Blick aktuell“: Einen Halbmarathon halten Sie also für einen Läufer, der regelmäßig 6 bis 10 km joggt, für realistisch?

Holger Ritter: Ja! Ein Läufer, der regelmäßig 10 km läuft, kann auch mit einer kürzeren Vorbereitungszeit von 10 bis 12 Wochen einen Halbmarathon finishen.

„Blick aktuell“: Wie sollte das Training aussehen? Einfach nur immer länger, immer weiter laufen? Oder muss man die Trainingsintensität steigern?

Holger Ritter: Um einen Halbmarathon zu finishen, muss man nur sukzessive die Laufumfänge erhöhen. Eine Steigerung der Laufintensität ist nicht nötig. Man sollte sich aber auf jeden Fall an einem geeigneten Trainingsplan orientieren.

„Blick aktuell“: Läuft man in der Vorbereitung eigentlich schon 21 km?

Holger Ritter: Halbmarathon-Debütanten laufen in der Vorbereitung immer nur sogenannte Unterdistanzläufe. Der längste Lauf in der Vorbereitung ist ein 16 km-Lauf. Das reicht vollkommen aus, um gut vorbereitet für in den Wettkampf zu gehen! Außerdem hält es die Spannung aufrecht. Denn man geht ja auch nicht am Vortag eines Kinobesuchs mit Freunden schon mal alleine ins Kino und schaut sich das Ende des Films an.


Tipps für den Sommer


„Blick aktuell“: Der Sommer steht vor der Tür - mit hohen Temperaturen. Was sollte man beachten?

Holger Ritter: An extrem heißen Tagen sollte man je nach Typ (Frühaufsteher oder Nachteule) früh morgens oder spät abends laufen. Läufe um die Mittagszeit, bei heißen Temperaturen, sind nichts für Laufeinsteiger. Zudem sollte man eher eine schattige Laufstrecke wählen, etwa im Wald. Vor allem aber gilt: Vor dem Laufen (so eine Stunde vor dem Start etwa einen halben Liter Wasser verteilt auf kleine Schlucke) und nach dem Laufen genug trinken. Bei Laufeinheiten von über 45 Minuten Dauer sollte man Flüssigkeiten mitnehmen. Trinkgürtel sind eine praktische Erfindung!

„Blick aktuell“: Und worauf sollte man kleidungs-, schuhtechnisch achten?

Holger Ritter: Man sollte Funktionskleidung und gute Laufschuhe tragen. Funktionskleidung ist atmungsaktiv, transportiert die Feuchtigkeit (den Körperschweiß) nach außen und sorgt somit für mehr Wohlbefinden. Gute Laufschuhe erkennt man am Preis: Ein guter Laufschuh kostet im Schnitt 100 Euro aufwärts. Ein Laufschuh sollte niemals nach der Optik, sondern immer nach der Passform und der Eigenschaft/Funktion ausgesucht werden. Am besten man lässt sich von geschultem Personal im lokalen Fachhandel beraten. Von Internetkäufen bei Schuhen rate ich - zumindest Laufanfängern - dringend ab.

„Blick aktuell“: Zum Abschluss: Der Koblenzer Sparkassen Marathon ist ja ein tolles Ziel. Aber wie kann man sich zusätzlich motivieren?

Holger Ritter: Motivationsarten gibt es viele: Da kann die Aussicht auf eine persönliche Belohnung nach Zielerreichung genauso wirken, wie die bloße Vorstellung des persönlichen Triumphs des Zieleinlaufs. Wer mit dem Alleine-Laufen Probleme hat, sollte einfach ein paar Freunde zum Mitlaufen motivieren oder sich einer Laufgruppe anschließen. In einer Gruppe läuft es sich immer leichter! Und mit einem festen Trainingstermin erliegt man nicht so schnell dem inneren Schweinehund. Ich als „Kowelenzer Schängelsche“ kann mir gar nicht vorstellen, wie man bei der Vorstellung von einem Lauf durch die schöne Rhein-Mosel-Stadt und dem Zieleinlauf im Stadion Oberwerth, wo ja schon Laufgeschichte geschrieben wurde, Nicht bis in die Haarspitzen motiviert sein kann!

Pressemitteilung

Koblenzer Sparkassen Marathon

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Kommentare
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Herr Müller, vielen Dank dass Sie mit jeder Zeile ihrer Kommentare meinen Eindruck, den ich von ihnen gewonnen habe, bestätigen! Zum Leidwesen der meisten anderen Menschen scheinen Sie sehr Intolerant zu sein und Andersdenkende lieber zu diffamieren anstatt sich mit diesen Menschen auseinanderzusetzen bzw. auch deren Meinung gelten zu lassen!
juergen mueller:
Ich müsste mich eigentlich glücklich schätzen erfahren zu dürfen, dass es Menschen wie Sie gibt, die nie interpretieren, dafür aber aus dem Belehren nicht mehr herauskommen, was wie eine Zwangsjacke sein muss, deren Leben wohl nur aus Sachlichkeit und Objektivität besteht, Menschen, die andere, die nicht Ihre Meinung vertreten, in eine Schublade stecken und ihnen geistige Grundlagen unterstellen, die unsere Demokratie gefährden. Mein lieber Herr Klasen, nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich habe mein Leben lang mit Klugscheissern wie Ihnen zu tun gehabt und dies auch noch heil und geistig frisch überstanden u. mir meine persönliche, demokratisch verordnete Gedankenwelt erhalten. Und was mein Recht ist oder nicht, das können Sie selbst in Erfahrung bringen, wenn Sie sich einmal mit dem Wort Demokratie auseinandersetzen. Hierzu interpretiere ich z.B. WIKIPEDIA.
Uwe Klasen:
Her Mueller, Sie interpretieren anstatt sachlich und objektiv zu beurteilen! Es ist ihr gutes Recht ihre Ansichten bzgl. anderen Parteien kund zu tun, aber damit einhergehend ist es NICHT ihr Recht, Andersdenkenden etwas Vorzuwerfen was nicht ihrer persönlichen Gedankenwelt entspricht und dafür noch geistige Konstrukte zu bemühen die in dieser Art und Weise nicht existieren! Von welcher Partei werden die Autos der Mitglieder verbrannt oder die Hauswände ihrer Wohnhäuser (bestenfalls) mit Farbe beschmiert, welcher Partei werden regelmäßig die Büros zerstört? Das solche, undemokratischen (!), Handlungen, die auch auf solch geistigen Grundlagen wie z.B. ihren Kommentaren beruhen, wird die Demokratie MEHR gefährdet als durch die "AfD" oder "Die Linke"! Übrigens, eine direkte Demokratie, wie z.B. die, seit Jahrhunderten, funktionierende und sich daraus immer weiter entwickelnde Schweiz ist, entgegen ihren Ansichten, eine durchaus gute funktionierende Demokratie!
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