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ATP-Challenger Turnierserie gastiert in der Koblenzer Conlog-Arena

Weltklassetennis am Deutschen Eck

Mit Florian Broska, Jan Choinski, Benjamin Hassan und Urs Breitenberger gehen vier Lokalmatadoren an den Start

10.01.2017 - 08:00

Koblenz. Ein absolutes Sport-Highlight zum Jahresanfang erwartet die Sportfreunde am Deutschen Eck ab dem 15. Januar. Eine Woche lang wird in der Conlog-Arena das „größte Tennis-Turnier im Jahr 2017 auf deutschem Boden“ ausgetragen. So zumindest umschrieb Koblenz-Open-Pressesprecher Erik Martin bei der letzten Pressekonferenz, rund eine Woche vor dem Start des ATP-Challenger Turniers, welches mit fast 43.000 Euro Preisgeld dotiert wird. „Die Conlog-Arena bietet in Punkto Größe und Zuschauerkapazität optimale Bedingungen für eine solche Veranstaltung“, so der Turnierdirektor Heiko Hampl im Vorfeld. Und auf der Liste der Teilnehmer sind einige Hochkaräter zu finden. Unter anderem mit Frederik Nielsen ein Wimbledon-Sieger. 2012 holte sich der Däne, gemeinsam mit seinem Doppelpartner Jonathan Marray, die begehrte Trophäe auf dem englischen Tennisolymp. „Einen solchen herausragenden Spieler bei sich im Feld zu haben ist schon etwas Besonderes“, freut sich Hampl über den 25-Jährigen.

Wen Hampl bei diesem Turnier ebenfalls noch begrüßen kann, wird sich aber erst im Laufe der Woche herausstellen. Ausschlaggebend ist das Abschneiden bei den fast zeitgleich stattfindenden Australien Open. Die Akteure, die im Vorfeld in Koblenz gemeldet haben und es dann in Melbourne nicht in die Hauptrunde schaffen, werden dann am Deutschen Eck um Weltranglistenpunkte antreten. Einer davon könnte zum Beispiel Lukas Rosel sein. Der Tscheche, vor gut zwei Jahren hatte er sich sogar auf den 26. Platz in der Weltrangliste emporgearbeitet, belegt aktuell Platz 113 in der Weltrangliste. Ihm folgen mit Tobias Kampe (118.), Benjamin Becker (119.), Cedrik-Marcel Stebe (167.), Daniel Brands (168.) und Maximilian Marterer (176.), der zuletzt beim Turnier in Bangkok im Halbfinale stand, fünf Deutsche auf der Meldeliste für das Hauptfeld, welches insgesamt 22 Aktive umfasst. Oder aber der Münchner Peter Golowczyk (189.) der zum Jahresauftakt beim Challenger Turnier in Happy Valley (Australien) bereits den ersten Turniersieg in diesem Jahr verbuchen konnte. Dazu stoßen dann noch vier Qualifikanten, die in den ersten Qualifikationsrunden am Sonntag (ab 9 Uhr) und Montag (10 Uhr) ermittelt werden. Einer der ganz heißen Kandidaten, der über diesen Weg ins Hauptfeld gelangen kann, ist Casper Ruud (225.). Der 17-jährige Norweger hat aktuell einen tollen Lauf und konnte sich innerhalb von elf Monaten über 1000 Plätze in der Weltrangliste verbessern. Bereits im Hauptfeld befinden sich mit Florian Broska (Bad Ems), Jan Choinski (Münstermaifeld), Benjamin Hassan (Neuwied) und Urs Breitenberger (Andernach) vier Lokalmatadoren, die mit einer Wildcard den Sprung unter die letzten 32 Kandidaten bereits geschafft haben. Gerade für diese jungen, deutschen Spieler werden die Koblenz Open eine gute Möglichkeit bieten, sich vor heimischem Publikum international zu messen. Begeisternde Ballwechsel und packende Matches sind garantiert. Für Breitenberger, Deutscher Meister, Vizeweltmeister und Olympiasieger ist sein erster Auftritt bei einem ATP-Turnier eine besondere Herausforderung, denn Breitenberger ist gehörlos. Kennt man die ganze Biografie von Breitenberger, so ist dessen Werdegang fast sensationell. Denn der Andernacher nimmt das gesamte Spiel völlig anders wahr, als fast alle seine Kontrahenten, denn das Zischen beim Schlagen, der Applaus, die Schritte, das Rutschen, das Geächze und Gestöhne auf dem Platz: für ihn existiert all dies nicht. Bei diesem Turnier könnte Breitenberger unter anderem auch auf Duck Hee Lee treffen. Der Südkoreaner, ebenfalls gehörlos, gilt aktuell als Shootingstar im Tennis Zirkus und würde bei einem frühzeitigen Ausscheiden in Australien ebenfalls am Deutschen Eck an den Start gehen. Sie alle sollen dafür sorgen, dass die 1. Koblenz Open auch keine Eintagsfliege wird. Unter anderem auch, weil für dieses Jahr mit einer schwarzen Null zu rechnen ist. „Für die Finaltage sind bereits jetzt jeweils 1.100 Tickets abgesetzt“, freut sich Hampl über das Interesse in der Region an diesem Großereignis.

Teilnehmerliste Hauptfeld: Marcelo Arevalo (ESA), Benjamin Becker (GER), Ruben Bemelsmann (BEL), Daniel Brands (GER), Marius Copil (ROU), Kenny De Schepper (FRA), Laslo Djere (SRB), Evgeny Donskoy (RUS), Teymuraz (RUS), Federico Gaio (ITA), Alessandro Giannessi (ITA), Tobias Kamke (GER), Lacko (SVK), Duck Hee Lee (KOR), Constant Lestienne (FRA)Maximillian Marterer (GER), Aleksandr Nedovyesov (KAZ), Lukas Kosel (CZE), Andrey Rublev (RUS), Cedrik-Marcel Stebe (GER), Marco Trungelliti (ARG), Grega Zemlja (SLO). -TH-

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Kommentare

Kamele ausgebüchst: Karawane auf der B9

juergen mueller:
Sieht irgendwie aus wie CDU und SPD auf Koblenzer OB-Wahlkampftour.
Ralf Steeger:
Jugendarbeit hält die Vereine am Leben - egal welche Sportart. Ein großer Dank geht an Ralf der sich wirklich unermüdlich für den Tischtennisport in Buschhoven einsetzt!
Susanne S.:
Einfach toll, dass es in der heutigen Zeit noch Menschen gibt, die sich ehrenamtlich so einsetzen. Ich wünsche dem Verein, dass er wieder so aufblüht, wie zu meiner Kindheit. Es war eine tolle Zeit, auch in den Ferienfreizeiten und allem, wo Ihr uns damals geboten habt.
E.W.:
Tolle Kooperation von Schule und Verein. Weiter so !!! Hoffentlich bekommt der Verein die notwendige Unterstützung. Jugendarbeit ist so wichtig.
Armin Linden:
Es ist unverständlich, sachlich nicht begründet, warum im System auch des "Grünen Punktes" ständig " Ausnahmen " gezaubert werden. Warum sollen Weinflaschen - u.v.A. - nicht mit Pfand belegt werden ? Ist dieses Glas: "Anders" ? Seit der Idee u. Gründung des Grünen Punktes vor 25 Jahren, gab es nur Ausnahmen. Die Idee seitdem aufgeweicht. Helmut Trienekens u.A. waren Vorreiter dieser Systemidee. Wollen wir Umwelt, ( ? ) aber dann "Alle" ! Diese Lobbypolitik bis Brüssel, muß endlich ein Ende finden. Bei den Plastiktüten haben wir auch ständig Ausnahmen. Die liegen im Meer. Nur wenige Märkte, "ringen" sich durch.
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