: Sechstes offenes Hallenfußballturnier der Verbandsgemeinde Mendig

Zweifelhafter Titel für die Eintracht

08.01.2018 - 15:08

Mendig. Ein wenig überraschend hat sich Ata Sport Urmitz, der Tabellendritte der Bezirksliga Mitte, den Sieg beim sechsten offenen Hallenfußballturnier der Verbandsgemeinde Mendig gesichert. Die Mannschaft von Spielertrainer Dzenis Ramovic bezwang im Finale den Ligakonkurrenten TuS Kirchberg mit 7:6 (2:2) nach Zehn-Meter-Schießen und nahm die 500 Euro Prämie und zwei Fässer Vulkan-Bier mit nach Urmitz. Den Hunsrückern blieben 200 Euro und ebenfalls zwei Fässer Vulkan-Bier. Die SG 2000 Mülheim-Kärlich behielt im Spiel um Platz drei gegen die SG Eintracht Mendig/Bell mit 3:2 die Oberhand. Bei der Siegerehrung hatte Joachim Plitzko, der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Mendig, noch 100 Euro und ein Fass Vulkan-Bier für das Team von Trainer Patrick Wagner-Galda im Gepäck.

Der Gastgeber ging auf Platz vier somit leer aus, enttäuscht war der Trainer dennoch nicht. „Uns ging es nur darum, Spaß zu haben. Schließlich hatten wir kein einziges Mal in der Halle trainiert“, erklärte Cornel Hirt, der in der Kreissporthalle an der Fallerstraße Daniel Bianco (als fliegenden Torhüter), Matthias Strahl, Kapitän Florian Schlich, Philipp Geisen, Mustafa Madanoglu, Magomed Ibragimov, Milan Rawert und Sebastian Mintgen aufgeboten hatte. „Eigentlich haben wir ganz ordentlich gespielt, im Halbfinale war dann etwas Pech im Spiel.“

In der Partie der Vorschlussrunde gegen den späteren Sieger Ata Sport, die von tumultartigen Szenen geprägt war, kassierte die Eintracht zunächst bei eigener 2:1-Führung in Überzahl den Ausgleich und gab anschließend eine 3:2-Führung kurz vor Ablauf der 13 Minuten noch aus der Hand. Im Zehn-Meter-Schießen hatte Ata Sport Urmitz mit 2:1 (bei jeweils drei Schützen) das bessere Ende für sich, Schlussmann Talat Begen konnte zwei Zehn-Meter parieren. In der zweiten Halbfinalbegegnung gewann der TuS Rheinböllen gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich mit 4:2.


Heinemann: Es wird jedes Jahr schwieriger


Der Vorsitzende der SG Eintracht Mendig/Bell zog nach insgesamt drei Turniertagen ein zwiespältiges Fazit. „Mit der Resonanz beim Qualifikationsturnier am Freitag und dem Hobbyturnier am Samstag sind wir sicherlich zufrieden, damit können wir leben“, meinte Harald Heinemann.

„Die Mannschaften beim Hauptturnier am Sonntag waren nicht so der Burner. Oberliga-Vereine wie der FSV Salmrohr, der FV Engers oder Rot-Weiß Koblenz, die Zuschauer anziehen, haben uns ebenso einen Korb gegeben wie die U23 von Fortuna Köln. Es wird jedes Jahr schwieriger, langsam wird es bedenklich. Ende 2018 wollen wir es wieder vom 28. bis 30. Dezember versuchen, vielleicht passt dieser Termin besser.“

Es passte ins Bild, dass A-Ligist SG Wehr/Rieden/Volkesfeld seine Teilnahme kurzfristig absagte und die Eintracht Trost ungewollt zum Sieger des Verbandsgemeindeturniers kürte. Ein schwacher Trost. Da auch die A-Jugend der TuS Koblenz ihr Fernbleiben wahr machte, rückten mit der SG Maifeld sowie der A-Jugend und der Reserve des Ausrichters gleich drei Qualifikanten nach. Und das quasi auch als Ersatz: Die SG Ettringen/St. Johann und der FV Rübenach als Erster und Zweiter des Turniers am Freitag hatten 48 Stunden später anderweitige Termine.

Eintracht-Übungsleiter Hirt hatte derweil schon die Vorbereitung auf die restlichen Spiele nach der Winterpause im Blick, die in dieser Woche (ab Dienstag) mit drei Einheiten im Fitness-Studio beginnen wird. Mit dabei ist auch ein alter Bekannter: Nach einem halben Jahr bei der TuS Koblenz II hat sich Lars Bohm wieder dem Klub von der Brauerstraße angeschlossen. „Wir brauchen laufstarke und schnelle Spieler, Lars verkörpert beides. Gegen stärkere Gegner brauchen wir ihn als Konterspieler, außerdem hebt er den internen Konkurrenzkampf an. So einer hat uns gefehlt“, verdeutlichte Hirt die Qualitäten der (einzigen) Neuzugverpflichtung. „Malte Wedemeyer und Manuel Oster sind nach ihren langen Verletzungspausen aber wieder mit am Start“, so Hirt, „das sind für mich zwei gefühlte Neuzugänge.“

Finale: Ata Sport Urmitz - TuS Rheinböllen 7:6 (2:2) nach Zehn-Meter-Schießen.

Halbfinale: TuS Rheinböllen - SG 2000 Mülheim-Kärlich 4:2, Ata Sport Urmitz - SG Eintracht Mendig/Bell 5:4 (3:3) nach Zehn-Meter-Schießen.

Um Platz drei: SG 2000 Mülheim-Kärlich - SG Eintracht Mendig/Bell 3:2.

Um Platz fünf: SG 99 Andernach - Anadolu Spor Koblenz 4:3 im Zehn-Meter-Schießen.

Um Platz sieben: FC Metternich - SG Maifeld 5:4 im Zehn-Meter-Schießen.

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Wilma Achatz:
Und kein Wort über diese Tierquälerei! Wichtig scheint nur die unkorrekte Müllentsorgung zu sein und das getötete und gequälte Tier scheint keine Rolle zu spielen. Pfui!
Uwe Klasen:
Es sprach am Wahlabend, Mister 100%, Martin Schulz von einem „schweren und bitteren Tag für die deutsche Sozialdemokratie“ und versicherte, es werde keine Fortsetzung der Großen Koalition mit der Union geben, jedenfalls nicht mit ihm und nicht mit Angela Merkel. Wenn die SPD-Genossen noch einen Rest an Glaubwürdigkeit vermitteln möchten, dann muss eine GroKo abgelehnt werden! Denn das, was derzeit stattfindet, ist doch nur noch ein Totentanz um das goldenen Kalb "Merkel"!
Claus:
"Dabei legte der Bürgermeister auch dar, warum die VG-Weißenthurm einen solchen Aufschwung hat." Letztlich immer noch deshalb, weil man sich bei der Einrichtung des Gewerbegebietes nichts um die Bedenken aus Koblenz (und auch nicht unbedingt was um das geltende Recht, Planverfahren und so...) geschert hat. Damit hat man den Grundstein für die finanzielle Situation der heutigen Verbandsgemeinde gelegt, vielleicht nicht ganz fair, aber auf jeden Fall erfolgreich.
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