Die Gleichstellungsbeauftragte informiert

Ika Freudenberg, eine in Raubach geborene Frauenrechtlerin

Vortrag im Offenen Frauentreff am 13. September

08.08.2017 - 14:35

Puderbach. Die Doktorandin Bianca Walther wird am 13. September im Offenen Frauentreff einen Vortrag über die Geschichte der Frauenbewegung und im Besonderen über die in Raubach geborene Frauenrechtlerin Ika Freudenberg halten. Ika Freudenberg ist ein fester Bestandteil der deutschen Frauenbewegung. Doch hierzulande weiß kaum jemand, dass die in Wiesbaden aufgewachsene Ika Freudenberg, auf der „Raubacher Hütte“, dem damaligen Eisenwerk, danach Papierfabrik Hedwigsthal und heute Firma Metsä in Raubach, geboren wurde.

Sie kommt am 24. März 1858 als fünftes Kind des Unternehmers Johann Philipp Freudenberg und seiner Frau Caroline zur Welt. Der Vater lässt sich kurz darauf zusammen mit der Familie als Privatier in Wiesbaden nieder. Die finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht der musikalisch begabten Ika ein Musikstudium in Berlin. Die sehr einfühlsame Ika Freudenberg unterrichtet zeitweise am Konservatorium ihres Bruders, widmet sich dann aber der Pflege einer kranken Jugendfreundin. Nach dem Tod der Mutter und der Freundin geht sie nach München und beginnt sich dort in der Frauenbewegung zu engagieren. Dort verkehrt sie in den Kreisen von Anita Augspurg und Sophia Goudstikker, die zusammen das berühmte Fotoatelier „Hofatelier Elvira“ betreiben. Politisch ist Ika Freudenberg dem gemäßigten Flügel der Frauenbewegung zuzuordnen. Besonders die Bildungsfrage und die Sozialfürsorge sind ihr wichtige Anliegen.


Mitbegründerin des „Vereins für Fraueninteressen“


1894 ist sie Mitbegründerin des „Vereins für Fraueninteressen“ und 1902 Vorsitzende des Hauptverbandes der Bayerischen Frauenvereine. Beide Vereine engagieren sich bis heute für Frauenrechte. Durch regelmäßige Versammlungen, Vorträge und Mitteilungen soll das Interesse und Verständnis an der Frauenfrage geweckt und gefestigt werden. Ika Freudenberg gelingt der Zusammenschluss der bayerischen Frauenvereine und zugleich deren Anschluss an den Bund Deutscher Frauenvereine. Dessen Vorstand gehört sie von 1896 bis 1906 an. Der Verein für Fraueninteressen München besteht heute noch.

Die als heimatverbunden und humorvoll beschriebene Frauenrechtlerin reist durch das Land, hält Reden und Vorträge, veröffentlicht Schriften und Artikel. Doch 1906 wird bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Obwohl sie immer wieder operiert wird und unter Schmerzen leidet, kämpft sie unablässig weiter, um die politische und gesellschaftliche Position von Frauen zu verbessern. Sie stirbt am 9. Januar 1912 in München und wird zwei Tage später auf ihren Wunsch hin in Wiesbaden beerdigt. 2004 ehrte die Stadt München das Werk von Ika Freudenberg und benannte eine Straße nach ihr.

Der Offene Frauentreff findet am 13. September 2017 von 9:30 bis 11:30 Uhr im Diakonie-Treff, Mittelstraße 18 in Puderbach statt. Anmeldungen bitte an Ute Starrmann, Gleichstellungsbeauftragte der VG Puderbach, Tel. (0 26 84) 57 00 oder per E-Mail ute.starrmann@online.

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Kommentare
Michael Daum:
Eine wichtige Info fehlt in diesem Beitrag: Wie viele interessierte Bürger haben denn an der Veranstaltung teilgenommen?
Armin Linden:
Ich muss Nicole777 abosolut beipflichten. Der Deutsche freiwillig, der Somalier auf PsychKG. etabliert incl. Vollpension. Ich habe seit Jahrzehnten, nicht soviele desolate Vorgänge, spéziell hier im AW Kreis erlebt. Alles schaut zu. Die KV. AW., Polizei & Gesundheitsämter halten sich alle generell fein säuberlich zurück. Die Polizei AW. könnte man glatt schliessen. Keiner merkt es mehr. Diese BRD & dieser L.K., ist bei "Lawrence von Arabien" Stilecht angekommen. Nur erhielt Peter O´Toole mehrere Oscars. Zustände wie bei Idi Amin im Kongo seinerzeit ! Hier funktioniert nur noch das Job-Center, Sachbearbeitung bis der Arzt kommt, Haft für Knöllchen u. GEZ.
Nicole777:
Der Deutsche ist also auf freiwilliger Basis in der Psychiatrie und der Somalier aufgrund des PsychKG eingewiesen. Beide begehen die gleiche Straftat und werden unterschiedlich behandelt. Wenn sich beide Männer in einer psychiatrischen Einrichtung befinden - egal ob freiwillig oder nicht -, gehe ich davon aus, dass BEIDE psychisch erkrankt sind. Diese Ungleichbehandlung erschließt sich mir nicht ...

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