WiFo Neujahrsempfang setzte Impulse - Neuwieder Wirtschaft zu Gast im VR-Bank Finanzcenter

Aktive Unterstützung des Netzwerks

21.01.2017 - 14:00

Neuwied. Rund 150 Unternehmer und Geschäftsleute aus Neuwied und Umgebung waren der Einladung des WirtschaftsForums zum Neujahrsempfang in das Finanzcenter der VR-Bank Neuwied-Linz gefolgt. WiFo Sprecherin Christina Degenhart zeigte sich erfreut über die große Resonanz und sah darin einen Beweis für die aktive Unterstützung des Netzwerks. „Wir sehen uns als Impulsgeber, wollen Kräfte bündeln und unsere Region stärken“, so Christina Degenhart. Das Ziel läge in einer attraktiven Region, die den Menschen eine Perspektive bietet. Die Gelegenheit, Impulse zu setzen, bot sich beim Austausch untereinander im geselligen Teil des Abends. Auf das Zwischenmenschliche legt das WirtschaftsForum besonderen Wert. Die Vorstandssprecherin gab einen kurzen Überblick über die Aktivitäten der verschiedenen Arbeitskreise. In der Standortentwicklung beschäftigt man sich derzeit mit dem Breitbandausbau. Für das WiFo ein Schlüssel zum zukünftigen Erfolg der Unternehmen. Mit der Gesundheit beschäftigt sich der Arbeitskreis „Gesunde Region“. Hier geht es darum, dem Mitarbeitern ein Umfeld für gesünderes Leben zu schaffen. Und das ist ganz im Sinne der Unternehmen wie auch im Sinne des Beschäftigten. Qualifizierte Arbeitskräfte sind ebenfalls ein Schlüssel zum Unternehmenserfolg.


Zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr


Erfolgreich in einem schwierigen Umfeld war die VR-Bank Neuwied-Linz in 2016. Darauf kam Gastgeber und Vorstandssprecher Franz Lacher in seiner Begrüßung zu sprechen. Zwei Prozent mehr Kundenanlagen, sechs Prozent mehr Fond- und Wertpapieranlagen und bei den Krediten ein Zuwachs von 6,5 Prozent. Auf der anderen Seite müsse die Bank die Folgen der Niedrigzinspolitik verkraften und steigende Kosten. Franz Lacher verwies auf die Bundesbank, die ihr Filialnetz immer weiter ausdünnt. Die Folge seien höhere Kosten für die Versorgung mit Geld. Und dann sei da noch die Europäische Zentralbank mit ihrer Statistik im Kampf gegen Falschgeld. Seit 2013 müssen die Banken halbjährlich den Verkehr von Banknoten melden. Seit 2015 auch den von Münzen. „Hier wird mit Kanonen auf Mücken geschossen“, kritisierte Franz Lacher wegen der nicht im Verhältnis stehenden Kosten. Unterm Strich ist er mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden. Die Ertragslage sei stabil, die Eigenkapitalbasis gut und der Kundenzuwachs kontinuierlich. Franz Lacher unterstrich, am Konzept der VR-Bank festzuhalten. Dabei hätten die Fairness, das persönliche Miteinander sowie die Partnerschaft den Vorrang vor Gewinnmaximierung. Partnerschaft sei ein Grundprinzip des Genossenschaftsgedankens. 2016 war insofern ein besonders Jahr, weil die Unescso die Genossenschaftsidee zum Weltkulturerbe ernannt hat. „Es macht uns stolz, dass die VR-Bank Neuwied-Linz die älteste noch von Friedrich Wilhelm gegründete Genossenschaftsbank ist“, so Franz Lacher. Traditionell ist der Jahreswechsel für ihn Anlass, auf das Vorjahr zurückzublicken. Trotz Brexit sei das Wirtschaftswachstum mit 1,9 Prozent höher als in den Vorjahren ausgefallen. Getrieben hauptsächlich von den staatlichen Ausgaben und dem privaten Konsum. „Den Menschen sitzt das Geld locker“, so der Vorstandssprecher. Die Gründe sieht er in der hohen Beschäftigung und der geringen Arbeitslosigkeit. Es sei davon auszugehen, dass dies 2017 anhalte. Ebenso wie der Immobilienboom, der zum Wirtschaftswachstum beitrage. Lediglich vom Außenhandel seien in 2016, trotz Schlussspurt im vierten Quartal, keine Impulse gekommen. Franz Lacher hielt fest, dass der Staat in 2016 zum dritten Mal in Folge einen Haushaltsüberschuss erwirtschaftet hätte. Die hohen Ausgaben für die Flüchtlingshilfe seien durch die niedrigen Zinsausgaben mehr als wettgemacht worden. Für 2017 kündigt der Bankchef an, weiter an Neuerungen zu arbeiten. Die Digitalisierung führe zu Innovationen im Vollgasmodus.


„Sicheres Bezahlen im Internet“ war ebenfalls Thema


Mit der Zukunft beschäftigte sich auch der Festredner. Thomas Ulrich, Mitglied des Vorstands der DZ-Bank AG, referierte zum Thema „Sicheres Bezahlen im Internet - Online Bezahlen ist eine Frage des Vertrauens“. Wie wichtig das Thema ist, zeigt eine Zahl: 82 Prozent der Bundesbürger gehen online shoppen, Tendenz steigend. Noch 2002 waren es nur 30 Prozent . 2018 führt der Gesetzgeber neue Mindestsicherheitsstandards ein. Biometrischen Verfahren, wie Erkennung durch Stimme, Finger oder Auge, werden PIN und TAN in Zukunft ersetzen. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte Thomas Ulrich „paydirekt“. Dieses neuartige Bezahlverfahren biete maximale Sicherheit für Verbraucher und Lieferanten durch „made & hosted in Germany“. Der Gastredner erklärte, dass sämtliche Daten in Deutschland verbleiben und damit dem deutschen Datenschutz unterliegen. Das Verfahren sei in Deutschland, in Zusammenarbeit aller Banken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen entwickelt worden. Paydirekt ermögliche auch den Geldtransfer von einem Handy auf das andere. Passenderweise wurde Thomas Ulrich in der abschließenden Fragerunde auf die Abschaffung des Bargelds angesprochen. Starke Entwicklungen dahingehend sind in Skandinavien zu beobachten. „Das würde bei uns zu einer Revolte führen. Vielleicht kommt das in weiter Zukunft“, meinte der Experte. Gerade den Deutschen sei das Bargeld aus der Historie sehr wichtig. Es sei Ausdruck von Freiheit und Demokratie. Noch immer würden 65 Prozent der Transaktionen mit Bargeld ausgeführt.

FF

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
 
Weitere Artikel

Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz

Global denken - Regional handeln

Andernach. Unter dem Motto „Global denken. Regional handeln“ starteten das Netzwerkprojekt des Jobcenters Landkreis Mayen-Koblenz INKA-MYK (Innovation, Netzwerk, Kompetenz für Arbeitgeber im Landkreis Mayen-Koblenz - gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie) und die Wirtschaftsförderung Andernach.net GmbH die Veranstaltungsreihe „RegioTisch“ 2017 für kleine und mittlere Unternehmen. mehr...

Viertklässler der Gemeinschaftsgrundschule Berkum stellten Projekt selbst auf die Beine

Grundschüler retten Hunde

Wachtberg-Berkum. Wer gedacht hat, Engagement sei unter den heutigen Kindern nicht mehr „in“, der kennt die Grundschulklasse 4a der Gemeinschaftsgrundschule in Berkum nicht. Sie hatten im November 2016 erfahren, dass sich an der Sekundarschule im gleichen Gebäude die älteren Schülerinnen und Schüler für ein soziales Projekt engagierten. Daraufhin haben sie „nachgedacht, was wir tun können, um in der Welt ein bisschen zu helfen“, erzählen Tim Pietrusziak und Tamina Michels aus der 4a. mehr...

Kreisvorstandssitzung der Senioren-Union Mayen-Koblenz

Senioren-Union begrüßte Mechthild Heil

Region. Die offene Kreisvorstandssitzung war gut besucht. Mit MdB Mechthild Heil stellte sich eine kompetente Bundestagsabgeordnete der Diskussion und dem Gespräch zu aktuellen Themen und der Vorbereitung zum Bundestagswahlkampf der CDU. So begrüßten die Senioreninnen und Senioren die aktuell beschlossenen Fördermaßnahmen bei den Erwerbsminderungs- und den Betriebsrenten als wichtigen Schritt zur weiteren Stärkung und Stabilisierung der Altersbezüge für Rentnerinnen und Rentner. mehr...

Weitere Artikel

Landkreis Mayen-Koblenz

Müllabfuhr verschiebt sich

Kreis Mayen-Koblenz. Wegen Pfingstmontag am 5. Juni verschieben sich Termine für die Abfuhr der Restmüll-, der Biomüll- und Altpapiergefäße sowie der gelben Säcke um einen Tag nach hinten. Die reguläre Montagsabfuhr wird am Dienstag, 6. Juni durchgeführt, die Freitagsabfuhr erfolgt erst am Samstag, 10. Juni. Darauf weisen die Umweltberater des Landkreises Mayen-Koblenz hin. „Durch die Verlegung können... mehr...

Weisser Ring Außenstelle Mayen-Koblenz

Werner Keggenhoff folgt auf Karl-Heinz Weber

Mayen/Koblenz. Nach fast drei Amtsperioden und über elf Jahren an der Spitze des Weissen Rings Rheinland-Pfalz übergab Polizeipräsident a.D. Karl-Heinz Weber nun in Mainz die Amtsgeschäfte an seinen frisch gewählten Nachfolger Werner Keggenhoff. Der neue Landesvorsitzende Werner Keggenhoff aus Mainz ist 65 Jahre alt, Volljurist, verheiratet und Vater fünf erwachsener Kinder. Bis Ende 2015 war er Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung. mehr...

Weitere Artikel

Ausgelassene Stimmung auf der 138. Pfingstkirmes

Fünf Tage Programm inklusive Musik

Oberbieber. Zum 138. mal wird das Aubachdorf von der traditionellen Pfingstkirmes beherrscht. Fünf Tage, vom 2. bis 6. Juni, wollen die Oberbieberer Burschen Tradition und Party vereinen. Los geht es am Freitag, 2. Juni, wenn die Coverrockband „Guilty as Charged“ ab 19:30 Uhr unter dem Motto „Rock am Aubach“ losrockt. Den Höhepunkt des Abends liefert in diesem Jahr die Band „Flutlicht“, die um 21 Uhr das Kirmeszelt zum Strahlen bringt. mehr...

Landtagsabgeordneter Fredi Winter diskutiert mit Schülerinnen und Schülern

EU-Projekttag in der Ludwig-Erhard-Schule

In jedem Jahr findet im gesamten Bundesgebiet der EU-Projekttag an Schulen statt. Ziel ist es, durch Diskussionen mit Politikern bei Schülerinnen und Schülern Interesse am europäischen Einigungsprozess zu wecken, das Verständnis für die EU zu vertiefen und den Jugendlichen die europäische Idee nahezubringen, denn, so betonte der SPD-Politiker Fredi Winter eingangs, „fast alles hat mittlerweile mit... mehr...

„Sinnedom“ in Haus Wasserburg zeigte „Tomorrow“

„Die Welt ist voller Lösungen“ – wir müssen nur anfangen

Vallendar. Der preisgekrönte Film „Tomorrow“, der im Rahmen der Reihe „Sinnedom“ von Haus Wasserburg gezeigt wurde, sorgte für ein volles Haus im Saal der Pallottikirche. Nico Beckert, Fachpromotor für Rohstoffe und Rohstoffpolitik an Haus Wasserburg, führte in den Film ein, der anschauliche Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft, eine Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen oder eine gerechtere Wirtschaft und Demokratie aufzeigte. mehr...

gesucht & gefunden
Kommentare
Uwe Klasen:
Es ist Traurig, mit ansehen zu müssen, wie diese Menschen, die den Schutz und die Freiheit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in unserem Land genießen, gegen diese und die Menschen hier zu Felde ziehen! Es ist Traurig, mit ansehen zu müssen, dass die Zuhörer dieser "Hassprediger" nicht Aufstehen und diese aus ihren Gotteshäusern hinauswerfen, denn es ist ja, angeblich, eine Religion des Friedens! Es ist Traurig, mit ansehen zu müssen, wie viele Menschen eine offene, sachliche und objektive Diskussion, unter dem Deckmantel des "Rassismus", darüber verweigern! Es ist Traurig, mit ansehen zu müssen, wie die freiheitlich demokratische Grundordnung und die daraus resultierenden Errungenschaften, aufgrund dieser und weiterer Verfehlungen, langsam aber sicher Verloren gehen!

Notinseln bieten Kindern Schutz

Andrea:
Tolle Sache! Kompliment!

Gefahr für Biker, Wanderer und Motorradfahrer

Stephani:
Hallo, ich glaube das diese Spitzen von einem Metallbauer hergestellt worden sind. Natürlich kann man sie auch irgendwo kaufen. Jeden Fall ein Hasser von Quad, Enduro und Mountainbiker. Beim 24 Std. muss man aufpassen dass Er keine (kleine) Nägel auf die Rennstrecke verteilt. Gruß R.Stephani
Regionale Kompetenzen

 
Service
Lesetipps
GelesenBewertet