Förder- und Wohnstätten in Kettig

Spatenstich zur Erweiterung der Werkstatt

07.06.2017 - 15:43

Kettig. Die Förder- und Wohnstätten in Kettig erweitern die Werkstatt für behinderte Menschen um zehn weitere Arbeitsplätze. Nach langer Planungs- und Vorbereitungszeit kann jetzt endlich zur Tat geschritten werden. Mit einem offiziellen Spatenstich für einen Erweiterungsbau haben die Bauarbeiten am 20. Juni begonnen. Auf rund 400 Quadratmetern Grundfläche entsteht auf dem ehemaligen Parkplatz, in direkter Nachbarschaft der bestehenden Werkstätte, ein attraktiver Neubau. Dieser fügt sich in die Grundarchitektur der bestehenden Gebäude der Facheinrichtung für Menschen mit schwerer- und Mehrfachbehinderung ein. „Eigentlich“, so der Werkstattleiter Rolf Stamm „wollten wir bereits schon 2015 eingezogen sein um einer Überbelegung der Werkstatt entgegenzuwirken. Doch durch verschiedene Umstände hat sich das Projekt mehrmals verschoben.“ Inzwischen sind alle Alternativen geprüft und die Zustimmungen der Fachbehörden liegen vor. Insbesondere die Zustimmung des Sozialministeriums. In Zeiten der Inklusion ist das politische Streben eigentlich darauf ausgerichtet, auch Menschen mit Behinderung vermehrt in den ersten Arbeitsmarkt zu inkludieren. Im Falle der schwerstbehinderten Klienten in Kettig ist allerdings weiterhin mit einem Zuwachs an Plätzen zu rechnen, weil diese Werkstatt für behinderte Menschen einen speziellen Zuschnitt für Klienten mit Blindheit und Sehbehinderung aufweist. Nun wird der Generalunternehmer, die Firma Holzbauwerk Kastor aus Wiebelsheim, zur Freude der Werkstattbeschäftigten und Mitarbeiter den Bau schlüsselfertig erstellen. Dr. Alfred Marmann als Geschäftsführer der FWS gGmbH und Rolf Stamm begrüßten die geladenen Gäste. Sie bedankten sich bei den Gesellschaftern für das große Vertrauen und den Mut, sich immer wieder der weiteren Entwicklung positiv zu stellen, den Beschäftigten und insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werkstatt für die Geduld und die Bereitschaft sich der Mehrbelastung durch die beengten Räumlichkeiten zu ergeben und dieses jeden Tag neu zu meistern. Durch die Baumaßnahme wird sich die Belastung möglicherweise noch erhöhen und weitere Herausforderungen im täglichen Ablauf bringen. So sind beispielsweise eingeübte Wege für Blinde und Sehbehinderte Menschen versperrt und es wird zu Lärmbelästigungen kommen. Stamm hofft durch die Holzbauweise auf eine verkürzte Bauzeit sodass, möglicherweise schon im Februar/März 2018 der Neubau bezogen werden kann. Anschließend wird es im Bestand Umbaumaßnahmen geben um weiterhin adäquate Arbeitsplätze für Menschen mit schweren Behinderungen wie sie in der FWS betreut werden, anzubieten. Trotz der baubedingten Unannehmlichkeiten überwiegt bei den Beteiligten die Vorfreude, wie der Vorsitzende des Werkstattrates beim Spatenstich zum Ausdruck brachte: „Wir sind froh, wenn es jetzt nun endlich losgeht und wir bald mehr Platz in der Werkstatt haben werden.“

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und Wohnstätten

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Kommentare
Thomas Schäfer :
Schade, dass der Verlag diese und andere als Leserbriefe eingesandten Lesermeinungen der gedruckten Ausgabe vorenthalten hat ??
Jürgen Scholten:
Was ich noch vergessen habe !!! Traurig das ein Personalratsvorsitzender solche Kommentare ab gibt !!! Das zeugt von einer großen Voreingenommenheit !!!
Jürgen Scholten :
Sorry dürfte ich mal wissen welche Parteibücher die Herrn haben die diese Kommentare ab geben ??? Unter der Gürtellinie !!!!

Ein Fest, das seinesgleichen sucht

Christian Döpgen:
Handgemachtes von der Firma LivingWood aus Zell (Mosel) www.living-wood.net
juergen mueller:
Warum wurde nicht bereits VOR der Bauphase daran gedacht, dass SAND als Untergrund den Anforderungen eines LKW-Anlieferung- sowie z.B. Müllwagen-Verkehrs (26 Tonnen) nicht standhält? Warum ist der SPD-Altstadt-Mitte bei ihren Begehungen (auch der Kornpfortstrasse während der wochenlangen Bauphase) dieser Makel, dessen Beseitigung nun wiederholt Steuergelder kosten soll, nicht aufgefallen? Eine Schuldzuweisung alleine zu Lasten der Verwaltung oder der ausführenden Baubehörde erscheint mir hier als zu einfach gedacht.
juergen mueller:
Die Aussage der Verwaltung u. die (zu)späte Feststellung der SPD-Altstadt-Mitte, die Pflasterung der Kornpfortstrasse vertrage den LKW-Verkehr nicht, spricht Bände. Hat die Verwaltung etwa geglaubt, die Warenanlieferung erfolgt mit der Sackkarre? Was ist mit der wöchentlichen Leerung der Mülltonnen mit einem 26-Tonner? Wenn der SPD-OV-Mitte schon anprangert - FRAGE: "Warum ist hier nicht schon während der monatelangen Bauphase aufgefallen, dass SAND NICHT als LKW-tragfähiger-Untergrund geeignet ist, was jedes Kind bereits weiß? Wozu dann die wöchentliche Begehung der Altstadt(straßen),wenn so etwas nicht auffällt? Die Kornpfortstrasse ist in ihrer GESAMTHEIT NICHT gelungen, wenn neben einer ansehnlichen Oberfläche ein tragbarer Untergrund für die normalen Dinge des Lebens fehlt, Dinge, die es nun einmal mit zu berücksichtigen gilt, wenn man solche Bauvorhaben durchführt. Der Verwaltung die Schuld zuzuschieben an etwas was man mit verbockt hat ist zu einfach aber eben Politik
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