Allgemeine Berichte | 06.06.2016

Presseerklärung der Verbandsgemeinde zur Beendigung des Rockfestivals

Begründung zum vorzeitigen Ende von „Rock am Ring“

Mendig. Die Verbandsgemeinde Mendig ist nach dem Polizei- und Ordnungsbehördengesetz (POG) RLP als örtliche Ordnungsbehörde zuständig. Die Zulassung einer derartigen Veranstaltung erfolgt nach diesem Gesetz, nämlich nach § 9 POG. Im Rahmen dieses Zulassungsverfahrens haben die Veranstalter Unterlagen und Nachweise vorzulegen. In Anlehnung an die Musterversammlungsstättenverordnung gehört hierzu unter anderem ein umfassendes Sicherheitskonzept. Dies ist im vorliegenden Fall erfolgt. Auf Grund dieser Tatsachen konnte der Bescheid unter verschiedenen Sicherheitsauflagen erteilt werden.

Chronologische Abfolge:

Samstag: 04.05.2016

1) Die Veranstaltung wurde am Samstagnachmittag um 14 Uhr unterbrochen, weil die gelieferte Wetterprognose Gewitter für den Zeitraum von 15 bis 18 Uhr nicht ausschloss. Es wurde festgelegt, dass aufgrund der Wetterwarnungen das Festivalgelände (d.h. der Konzertbereich) vorerst nicht freigegeben wird. Die Besucher wurden aufgefordert, zur eigenen Sicherheit in erster Linie die PKW und andernfalls Zelte aufzusuchen. Ebenfalls wurde dem Veranstalter schon angekündigt, dass bei weiter anhaltenden schlechten Wetterprognosen keine Genehmigung für den Sonntag ausgesprochen werden kann.

2) Über eine etwaige Wiederöffnung des Festivalgeländes für den Samstagabend wird entschieden, sobald gesicherte Wetterdaten vorliegen, die eine gesicherte und gefahrenfreie Durchführung garantieren. Diese wurden vorgelegt, sodass von allen Beteiligten (Polizei, Veranstalter, Ordnungsbehörde, Sicherheitsdienste usw.) der Spielbetrieb für den Samstagabend wieder freigegeben werden konnte.

3) An der Festlegung, dass für Sonntag keine Genehmigung ausgesprochen werden kann, änderte sich damit nichts, vorbehaltlich einer Prüfung und Bewertung der neuesten Wetterdaten, die für 23.30 Uhr angekündigt waren.
4) Die um 23.45 Uhr vorgelegte Wetterprognose, die insbesondere in den Nachmittagstunden des Sonntags vor einer Unwetterlage mit Gewitter, Sturmböen, Hagel und Starkregen im Raum Mendig warnte, war Anlass, den Veranstalter/die Festivalleitung unmittelbar nach Kenntnis dieser Fakten aufzufordern, die Veranstaltung nach dem Spielbetrieb (Musikdarbietungen) des Samstags um 4.30 Uhr zu beenden und das Festivalgelände einschließlich der Campingplätze geordnet bis zum Sonntag, 12 Uhr, zu leeren.

5) Diesem Vorgehen für Sonntag wollte der Veranstalter nicht folgen. Aufgrund seiner Weigerung und unter gewissenhafter Abwägung der witterungsbedingten Risiken für die Festivalbesucher und alle auf dem Festivalgelände Tätigen, hat die Verbandsgemeinde als örtliche Ordnungsbehörde verfügt, dass die Veranstaltung ab 04.30 Uhr beendet und das Gelände ordnungsgemäß durch den Veranstalter bis zum Sonntag, 12 Uhr vor Eintreffen einer neuen Unwetterfront zu leeren ist.

6) Die ordnungsbehördliche Bescheidung der Verbandsgemeindeverwaltung, die um 02.00 Uhr dem Veranstalter gegenüber bekanntgegeben und schriftlich überreicht wurde, hat dieser akzeptiert.
7) Fazit: Die Entscheidung erfolgte aufgrund des überragenden Schutzinteresses der Festivalbesucher und der auf dem Festivalgelände tätigen Menschen zur Abwehr von drohenden Gefahren für Leib und Leben. Sie war angemessen, verhältnismäßig und zielführend. Es gab zum Zeitpunkt der Entscheidung keine verantwortbare Alternative.

Pressemitteilung Verbandsgemeinde Mendig

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Hink Heike: Hat die UWG, CDU und der Herr Meyer sich auch einmal überlegt,wie die Senioren vollgepackt mit ihrer Ware, die ganzen Berge wieder hochkommen sollen? Und die Todenfelder, Hilberather, Locher und Queckenberger...

WiderSPRUCH: Das neue Kleid von Sankt Laurentius

  • Andreas Ludwig-Koch: Sehr geehrte Frau Schmitz, Ihre Ausführungen haben weniger mit Religionswissenschaft u. neutraler Historiographie zu tun, als mit protestantischer Hermeneutik. Die frühchristliche Eucharistie war zwar...
  • Dietmar Muenster: Alles in allem bin ich sehr enttäuscht,was ist aus der schönen Kirche bloß geworden?
  • Anna-Maria Smits : Sehr geehrter Herr Pacyna-Heinen , Was ist der Sinn dieser verspäteten Kritik? Wissen Sie wieviel Arbeit es ist, eine Kirche zu restaurieren? Unsere Martin-Luther-Kirche ist von der Wiedereröffnung noch weit entfernt.
  • Engin: Diese selektive Berichterstattung stellt die Glaubwürdigkeit europäischer Medien zunehmend infrage. Wenn Täter türkischer Herkunft sind, wird deren Nationalität sofort und prominent hervorgehoben. Handelt...
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige
Rückseite o. B. Vorauskasse
Stellenanzeige Kundendiensttechniker
Karneval in der Region
Karneval in der Grafschaft
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Karneval im Brohltal
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Kreishandwerkerschaft
Empfohlene Artikel

Bad Neuenahr. Die KG Blau-Weiss Neuenahrer Schinnebröder e. V. informiert über den kurzfristig geänderten Zugweg für den Karnevalsumzug am Sonntag, 08.02.2026. Aufgrund von baulichen Veränderungen (Engstelle) in der oberen Poststraße, musste der Zugweg zur Vermeidung eines Sicherheitsrisikos kurzfristig geändert werden.

Weiterlesen

Rheinbach. Da hat Rheinbach liest e.V. aber ein außergewöhnliches „schillerndes“ Vereinsmitglied! Die vielseitige Autorin Anne-Marie Keßel war schon für den Deutschen Fernsehpreis und den Grimme-Preis nominiert. Nun schrieb sie mit „Es war einmal … anders!“ eine rasante Märchenkomödie mit Tiefgang, die am 27. Februar im Theater am Lohmarkt uraufgeführt wird.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Zwischen Rut-Wiess und Camouflage

Die GEK beim Empfang des Kölner Dreigestirns

Erpel. Eine besondere Verbindung zwischen karnevalistischer Tradition und der Bundeswehr erlebten am Donnerstag, 05.02.2026, zahlreiche Gäste im Amt für Heeresentwicklung in Köln-Holweide. Zu einem festlichen Empfang des Kölner Dreigestirns lud die Kommandobehörde der Bundeswehr – und mit dabei war auch die Große Erpeler Karnevalsgesellschaft 1905 e.V. (GEK), die in dieser Session ihr 11 x 11-jähriges Bestehen feiert.

Weiterlesen

Andernacher Trialog greift oft verkanntes Thema auf

Depression im Alter

Andernach. Der Andernacher Trialog widmet sich am Donnerstag, 19. Februar 2025, von 18.00 bis 19.30 Uhr dem Thema „Im Alter werden Depressionen oft verkannt“. Depressionen zählen neben dementiellen Erkrankungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im höheren Lebensalter. Gleichzeitig steigt das Suizidrisiko. Die Erkrankung bleibt jedoch häufig unerkannt, da sie im fortgeschrittenen Alter oft von anderen körperlichen Beschwerden überlagert wird.

Weiterlesen

DA bis auf Widerruf
Dauerauftrag
Imageanzeige
Stellenanzeige Erzieherinnen
Stellenanzeige Zahntechniker
Stellenanzeige Hilfspolizist
"Harald Schweiss"
Motivierte und engagierte  Nachwuchskräfte
Karneval in der Region (Weißenthurm)
Karneval in der Region (Pellenz)
Karneval in der Grafschaft
Karnevalsumzug Walporzheim
Karneval in Walporzheim
Karneval im Brohltal
Karneval im Brohltal
Bad Neuenahr-Ahrweiler feiert Karneval
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Kreishandwerkerschaft