DLRG Ortsgruppe Neuerburg-Waldbreitbach e. V.

Birgit Becker ist seit 40 Jahren Mitglied

20.03.2017 - 10:01

Waldbreitbach. Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung konnte der Erste Vorsitzende der DLRG Ortsgruppe Neuerburg-Waldbreitbach e. V., Jürgen Becker, neben dem Vorstand und interessierten Mitgliedern auch den Bezirksleiter Westerwald-Taunus, Henner Mattheus, begrüßen. Dieser überbrachte Grüße des Bezirksvorstandes, erinnerte an den in Kürze stattfindenden Bezirkstag mit Vorstandswahlen und warb um Unterstützung der Ortsgruppen in der Bezirksarbeit. Becker berichtete in seinem Tätigkeitsbericht über die Schwimmausbildung zum Erwerb des Seepferdchens, die er sich zur Hauptaufgabe gemacht hat und für die er fünf Tage in der Woche im Einsatz ist. Hierbei erwähnte er die Kooperationen mit dem Mehrgenerationenhaus und der OJA-Jugendpflege sowie der Raiffeisenbank, alle in Neustadt sowie den Grundschulen Waldbreitbach und St. Katharinen. Neben den Ausbildungsstätten Wiedtalbad Hausen und Schulschwimmbad Asbach informierte er noch über das Engagement am Blauen See in Vettelschoß.

In einer Schweigeminute gedachte man anschließend den verstorbenen Mitgliedern. Hierbei sei auch daran erinnert, dass am 2. Februar der Präsident der DLRG, Hans-Hubert-Hatje, im Alter von 66 Jahren verstarb.

Der Technische Leiter Werner Schmitz ging in seinem Beitrag auf das Ehrenamt ein, für das sich - nicht nur in der DLRG, sondern in vielen Vereinen - immer weniger engagierte Menschen finden. In der Ortsgruppe sind die Positionen fast alle besetzt, jedoch werden auf Grund der Altersstruktur in Vorstand und Ausbildung jüngere Leute nachrücken müssen, um die ehrenamtlichen Aufgaben in Zukunft wahrzunehmen. Im Bezirk bestehen bereits Lücken, insbesondere in den Referaten der Schwimmausbildung - der Kernkompetenz der DLRG. Sollten diese nicht bei dem nächsten Bezirksrat geschlossen werden, wird das Auswirkungen auf alle Ortsgruppen des Bezirks haben. Schmitz stellte außerdem die erst am Vortag erschienene Ertrinkungsstatistik 2016 der DLRG vor. Demnach ertranken 537 Menschen - 49 mehr als im Vorjahr. Es folgte ein Überblick über die Anzahl der geleisteten Stunden und Abnahme von Schwimmabzeichen: So wurden 1756 Stunden für die Ausbildung, Schulschwimmen, Rettungsschwimmen, Tauchen, Erste Hilfe und Organisation erbracht. 2982 Stunden leistete man darüber hinaus für den Wachdienst im Wiedtalbad und am Blauen See. Neben andere Schwimmabzeichen wurden 87 Seepferdchen und 80 Jugendschwimmabzeichen abgenommen. Zum Abschluss folgte ein Überblick über die durchgeführten und geplanten Veranstaltungen, für die es auch immer schwieriger wird, Teilnehmer zu begeistern und Helfer zu finden.

Birgit Becker, im Vorstand zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins, präsentierte einen Überblick über ihre vielfältigen Aufgaben, wie das Verfassen von Pressemitteilungen, den Aushängen im Schaukasten im Wiedtalbad, den zu bewältigenden Schriftverkehr, die Protokollführung bei den verschiedenen Sitzungen und Versammlungen sowie die Erstellung und Pflege der Internetseiten. Dies alles erfolgt in Aufgabenteilung mit ihrem Ehemann und stellv. Vorsitzenden Thomas Becker.

Schatzmeister Ewald Fuhr gab einen Überblick über die Mitgliederstatistik sowie die finanzielle Situation des Vereins. Nach wie vor sind die meisten der 226 Mitglieder des Vereins (Stand 31. Dezember 2016) Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sieben und 14 Jahren. Im vergangenen Geschäftsjahr überstiegen die Ausgaben zwar die Einnahmen, trotzdem verfügt der Verein über eine solide Kassenlage. In diesem Zusammenhang informierte Fuhr auch über das Thema gebundene und freie Rücklagen.

Die Kassenprüfer bescheinigten dem Schatzmeister eine einwandfreie und transparente Kassenführung. Auf deren Antrag hin wurde der Schatzmeister einstimmig entlastet, ebenso der Vorstand auf Antrag der Versammlung.

Ortsgruppenleiter Jürgen Becker und Bezirksleiter Henner Mattheus übernahmen gemeinsam die Durchführung der anstehenden Ehrungen. Martina Hilger (in Vertretung) sowie Katharina Lay und Peter Nelles (in Abwesenheit) wurden für ihre zehnjährige Zugehörigkeit mit Urkunde und Ehrennadel geehrt. Schon 25 Jahre dabei ist Heiko Ziegler, dem darüber hinaus einen Teller der DLRG überreicht wurde. Gar 40 Jahre Mitglied in der DLRG und langjährig tätig als Vorstandsmitglied und Ausbilderin Schwimmen, Rettungsschwimmen und Erste Hilfe ist Birgit Becker. Sie durfte neben den herzlichen Gratulationen einen Blumenstrauß entgegennehmen.

Schließlich wurde noch auf die beschlossene und in 2018 bevorstehende Fusion der Verbandsgemeinden Waldbreitbach und Rengsdorf sowie die damit verbundene Situation des Wiedtalbades mit Hallen- und Freibad und des Freibades in Rengsdorf eingegangen.

Abschließend bedankte sich der Erste Vorsitzende Jürgen Becker bei den Vorstandsmitgliedern, Übungsleitern und Helfern für ihre Arbeit und bei den Teilnehmern für das Interesse und die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren und trotzdem liefern diese, je nach "Ertragsjahr", nur zwischen 15% - 25% des benötigten Stroms. Und diesen auch nur Zufälig, keinesfalls nach Bedarf. Die "ertragreichen" Standorte sind längst zugebaut mit Windrädern, nun sollen, auf Druck der Lobbyisten, auch noch die letzten, möglichen, Standorte folgen. Dabei sind diese nur rentabel weil die durch die Förderung nach dem EEG erhalten! Arten- und Menschenschutz werden dazu ausgeblendet!
Daniel Faßbender:
Familien sind doch nicht die Zielgruppe dieses Bades. Das war es nie und wird es auch in Zukunft nicht sein. Kinder sind eher ein Ärgernis für das wirkliche Klientel. Früher waren es die Kurgäste, heute sind es salopp geschrieben, die überwiegend zahlungskräftigen Rentner und ein paar Hotelgäste aus dem Quellenhof. Welche Familie mit einem oder mehreren Kindern kann oder will sich denn den Eintritt überhaupt noch leisten? Der Tageseintritt für zwei Erwachsene mit zwei Kindern liegt bei fast 40 EUR. Für mich ein Grund da nicht hinzugehen.
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
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