Freiwillige Feuerwehr Weißenthurm

Ereignisreiches Jahr für Weißenthurmer Wehrleute

20.03.2017 - 09:12

Weißenthurm. Ganze 127 Einsätze, 40 Jahre Jugendfeuerwehr und nach 32 Jahren Betriebszeit eine neue Feuerwehreinsatzzentrale – das vergangene Jahr war voller, starker Zahlen für die Weißenthurmer Feuerwehr. Dies wurde vergangenen Samstag besonders im vorgetragenen Jahresbericht von Wehrführer Norbert Fachbach deutlich, der im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr und der Mitgliederversammlung des Feuerwehr-Förderverein e.V. vorgestellt wurde.

Das Verhältnis von Bränden (52-mal) und technischen Hilfeleistungen (72-mal) kann in ein Drittel und zwei Drittel verteilt werden. Statistisch ging jeden dritten Tag ein Hilfeersuchen ein.

Arbeitsreichster Monat war der Juni mit 25 Alarmierungen. Die Gesamteinsatzdauer betrug 198 Stunden. Addiert man die Zahl der Einsatzminuten mit den jeweils eingesetzten Feuerwehrmitgliedern, summieren sich über 1.615 Einsatzstunden – für ehrenamtliche Rettungskräfte eine stolze Zahl. In die kritische Zeit von 8 bis 17 Uhr innerhalb der Arbeitswoche fallen 50 Prozent aller Einsätze.

Herausragende Einsatzszenarien waren unter anderem im Mai der Kellerbrand im städtischen Rathaus und mehrere Zimmerbrände in nur wenigen Tagen, acht Bootseinsätze auf dem Rhein und mehrere

Hilfeersuchen durch Unwetterlagen vor allem im Juni.

Knapp 90 Prozent der Einsätze fanden innerhalb der Stadt und innerhalb der Verbandsgemeinde Weißenthurm statt. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit unterstützte die „Thurer“ Feuerwehr in 2016 die Kollegen aus Koblenz bei „Rhein in Flammen“ und mit dem Befüllen und der Anlieferung von mehreren hundert Sandsäcken für das Großevent „Rock am Ring“ in Mendig nach schweren Unwettern. Die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ), die als Führungsunterstützung als Teil der Einsatzleitung fungiert, wurde im Rahmen des Stützpunktkonzeptes zu 14 Einsätzen erstalarmiert.


Aus- und Weiterbildung al swichtiges Feld


Unerlässlich ist die permanente Aus- und Weiterbildung: 15 Angehörige der Wehr konnten bei verschiedenen Lehrgängen auf Kreisebene und der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS) in Koblenz geschult werden. Zu 20 Übungseinheiten und Alarmübungen kamen die Mitglieder 2016 zusammen. Summiert man Ausbildungen, Übungen, technische Dienste und Lehrgänge der teilnehmenden Mitglieder, so stehen knapp 2.200 Stunden in der Statistik. Hinzu kommen dutzende Stunden einzelner Feuerwehrangehöriger in den Fachbereichen

Gerätewarte (Technik und Atemschutz), Jugendfeuerwehr, Brandschutzerziehung, Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) sowie Verwaltungs- und Vorstandsarbeit.

Gesellschaftlicher Höhepunkt bildete ganz traditionell das Lampionfest – welches seit 24 Jahren zu den Höhepunkten im Weißenthurmer Stadtleben zählt.

„Trotz intensiven Regens am Vortag, bei dem die Feuerwehr zu zehn Unwettereinsätzen alarmiert wurde, spielte Petrus uns genau zu Beginn des Abendprogramms den Ball zu und öffnete die Wolkenfelder“, bilanziert Fachbach der sich, wie auch der Rest der Mannschaft, jedes Jahr besonders über den stark anhaltenden Zuspruch der Bevölkerung freut. Dass die „Thurer“ Wehrleute in ihrer Heimatstadt einen guten Rückhalt genießen kommt nicht von ungefähr: neben den hoheitlichen Aufgaben der Gefahrenabwehr sind sie seit vielen Jahrzehnten in unterschiedlichsten Unterstützerrollern unterwegs: beim Absperren von Karnevals-, Schützen, Fronleichnam- und St. Martinsumzügen oder beim Aufstellen des Kirmesbaums. Auch die eigenen Vereinsaktionen werden stark honoriert: allen voran neben dem Lampionfest auch beim Einsammeln der Tannenbäume oder bei der beliebten Nikolaus-Aktion.


Stolz auf den Nachwuchs


Besonders stolz sind alle Verantwortlichen der „Thurer“ Wehr auf die Nachwuchsarbeit. Im September des vergangenen Jahres gab es dazu auch noch einen besonderen Grund zu feiern: 40 Jahre Jugendfeuerwehr stand auf dem Programm. Der Einladung zum „Spiel ohne Grenzen“ folgten 200 Jugendliche aus 17 Wehren die aus allen Teilen des Kreisgebietes nach Weißenthurm anreisten.

Doch dann wurde es bei der Versammlung noch einmal ganz offiziell: das Amt des stellvertretenden Wehrführers musste nach zehn Jahren neu gewählt werden. Michael Breitbach, bislang seit 15 Jahren in dieser Funktion, stand erneut zur Wahl und konnte einstimmig von den anwesenden Stimmberechtigten im Amt bestätigt werden. In seiner Funktion als Oberbrandmeister ist er nun bis 2027 weiterhin der Stellvertreter von Wehrführer Norbert Fachbach. Nach einem halben Jahr Vakanz wurde nun auch offiziell die zweite Stelle des Atemschutzgerätewartes besetzt: Oberfeuerwehrmann André Lehmann, der den entsprechenden Lehrgang vor kurzem an der LFKS erfolgreich absolviert hat, wurde entsprechend verpflichtet. Lehmann koordiniert zusammen mit Löschmeister Niklas Lemler, der bereits seit 2015 dieses Amt ausfüllt, künftig die gesamte Thematik Atemschutz.

Aufgrund von Zugehörigkeit, gezeigten Leistungen, absolvierten Lehrgängen oder Erfüllung von Sonderfunktionen erhielten zehn Feuerwehrleute eine Beförderungsurkunde aus den Händen des Ersten Beigeordneten Thomas Przybylla. Dazu wird separat berichtet.

Im Anschluss stand der Bericht des Kassierers Hans Gabriel Tagesordnungspunkt auf dem Plan. Er konnte der Einheit ein ausgeglichenes Konto vorweisen. Die beiden Kassenprüfer Marcus Steenblock und Rainer Weber bescheinigten eine einwandfreie und sehr sorgfältige Arbeit. Thomas Przybylla dankte im Namen der Verwaltung ausdrücklich für den hohen Einsatz der ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Weißenthurm und sprach von einer „spürbaren Herzlichkeit, die man den politischen Vertretern immer entgegenbringt, sobald man hier bei euch ist“. Wehrleiter Arnd Lenarz bezeichnete die „Thurer“ als einen Garanten in der Verbandsgemeinde.

„Euch ziehe ich gerne als Joker, da ich weiß, dass hier hoch motivierte Leute mehr als offensichtlich immer eine tolle Teamleistung abliefern“, ist sich Lenarz sicher und ergänzt, dass „ihr, wie auch die gesamte VG-Feuerwehr, eine tolle Ausstattung dafür an die Hand bekommt“. Noch in diesem Sommer soll der Spatenstich für den Erweiterungsbau der Feuerwache am Stierweg mit neuer Atemschutzwerkstatt beginnen. Zusätzlich erhalten die Feuerwehrleute 2017 neue PBI-Schutzkleidung und neue, einheitliche Dienstuniformen. Im vergangenen Jahr wurde nach 32 Jahren Betriebszeit die neue Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ), damals eine der ersten im Landkreis, in Betrieb genommen und man ist in den Planungen für weitere Ersatzbeschaffungen im Fuhrpark der Feuerwehr. „Die Zeit steht nicht still. „Macht weiter so, ihr könnt stolz auf Euch und eure Gemeinschaft sein“, ist sich Thomas

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Uwe Klasen:
So wie es derzeit ist, hier sei als schlechtestes Beispiel der Fraktionszwang genannt, kann es einfach nicht weitergehen! Das sollten endlich auch die Politiker in Bund und Ländern erkennen und entsprechende Regelungen für die aktive Mitbestimmung der Bürger in die Wege leiten! Vorbild Schweiz!
juergen mueller:
In Braubach`s "vielbefahrener" Ortsdurchfahrt gilt nunmehr Tempo 30. Dies dürfte sich jedoch nicht auf das Verkehrsaufkommen auswirken, das nach wie vor bestehen bleibt. Hier in RÜBENACH besteht das gleiche Problem, wo tagtäglich PKW, BUSSE und SCHWERLASTVERKEHR seit Jahrzehnten mitten durch den Ort fahren u. das in einem Maße (was tagtäglich durch eine eigens von der Bürgerinitiative erworbene u. installierte Meßanlage registriert wird), zu deren Lösung es nur eine einzig verwertbare Lösung gibt: "Die einer ORTSUMGEHUNG". Tempo 30 ändert an der Situation "VERKEHRSAUFKOMMEN" überhaupt nichts, sondern führt nur dazu, dass sich (vor allem zu den Hauptverkehrszeiten) lange Stau`s mit stehenden Fahrzeugen bilden, stehende Fahrzeuge mit laufendem Motor, die Lärm verursachen u. mit ihren Abgasen die Luft verpesten, was besonders an heissen u. schwülen Tagen, wo sowieso innerhalb des Ortes die Luft "steht", zu spüren ist.
juergen mueller:
Glaubt man den Ausführungen zum Nachdenken von Herrn Klasen, dann wäre es allen CO"-Jüngern angeraten, auch an dieser radelnden Veranstaltung zum Klima- und Umweltschutz nicht teilzunehmen, denn nach seiner These trägt auch die Ausatemluft (nicht nur vorne), insbesondere bei Dauerbelastung zu einem erhöhten Ausstoß an CO2 u. damit zur Erderwärmung bei. Das müsste dann ja auch auf z.B. sexuelle Betätigungen zutreffen, oder? Also auch einstellen. Aber WAS ist mit UNSEREM Energieverbrauch (Fabrikmaschinen, Autos, Computer, Handys, Küchengeräte etc.)? Diese Energie wird erzeugt durch Verbrennung von Kohle, Öl, Gas = CO2. Wald- Grünflächen, die CO2 speichern, schrumpfen/verschwinden - mehr Ackerland u.Viehwirtschaft, da der Mensch weltweit immer mehr Fleisch isst = mehr Rinder/Schweine, die Unmengen von Methan-/Treibhausgas in die Luft rülpsen/furzen. Ich finde - wer radelt sündigt nicht u. wenn er dabei auch mal kräftig ausatmet oder ein Fürzchen lässt - der Umwelt wird`s nicht schaden.
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