„Aschenputtel“ im Drehwerk und ein „fliegender Reisebus“ bei JARDECO

Grandioser Auftakt von Käpt’n Book in Wachtberg

11.10.2017 - 13:03

Wachtberg. Man kann Märchen erzählen, man kann Märchen vorlesen, man kann Märchen verfilmen, man kann Märchen aber auch mit fast lebensgroßen, selbstgefertigten, einzigartigen Stofffiguren lebendig werden lassen und live und in echt vor leuchtenden Kinder- und Erwachsenenaugen spielen!


Figurentheater „Lille Kartofler“ spielte „Aschenputtel“


Letzteres sagte sich vor Jahren Matthias Kuchta vom Figurentheater „Lille Kartofler“ und fand mit dieser einfachen Idee schon bald und höchst erfolgreich eine sogenannte Marktlücke. Hatte er noch im letzten Jahr Käpt’n Book mit den „Bremer Stadtmusikanten“ in der Bundeskunsthalle offiziell eröffnet, so kam er diesmal auf Einladung des Büchereiverbundes Wachtberg mit dem Märchen „Aschenputtel“ zur Eröffnungsveranstaltung von Käpt’n Book in Wachtberg ins schöne, schon sehr früh „ausverkaufte“ Drehwerk in Adendorf. Alle anwesenden kleinen und großen Kinder kannten natürlich das Märchen der Brüder Grimm, aber wie Matthias Kuchta mit seinem einfühlsamen Spiel, seiner variablen Stimme und seinen spontanen Improvisationen die stummen Puppen zum Sprechen und Leben erweckte, das zog von Beginn an Jung und Alt in seinen Bann. Schon bald litt man mit dem armen Aschenputtel mit, wenn es von der bösen Stiefmutter und ihren Stiefschwestern ungerecht behandelt wurde, man war traurig mit ihr am Grab der Mutter und freute sich so, wenn die beiden Täubchen ihr halfen und die Körner aus der Aschenschüssel pickten! Bei drei ganz „gefährlichen Stellen“ im Märchen wurde im Spiel kurz vorher drauf hingewiesen: Man solle sich nur die Ohren zuhalten! Was aber – Wunder! Wunder! - niemand machte! Als dann einige Kinder aus dem Publikum über die magische Linie, die Bühne und Zuschauerraum trennt, treten durften, um zum Beispiel eine „Wanduhr“ zu spielen, da hatte der wunderbare und erfahrene „Menschenspieler“ Matthias Kuchta sein Publikum vollends im Griff. Und als am Ende der Prinz endlich seine liebe Aschenputtel fand, um sie zu heiraten, da hat nicht nur das Gute gesiegt, sondern auch wieder einmal „Käpt’n Book in Wachtberg“!


Matthias Meyer-Göllner las „Die fabelhafte Reise im fliegenden Bücherbus“


Ebenso großen Anklang bei seinem überzahlreich erschienenen Publikum fand auch zwei Tage später, am „Tag der deutschen Einheit“, Matthias Meyer-Göllner mit seiner Lesung mit Musik „Die fabelhafte Reise im fliegenden Bücherbus“. Das Ehepaar Müller-Blot hatte – wie in den letzten Jahren zuvor auch – die große Ausstellungshalle ihrer Firma „JARDECO“ für französisches Gartenmobiliar, im Gewerbepark in Villip gelegen, wieder liebevoll hergerichtet. Die Kinder fanden auf steigend angeordneten Paletten Platz, die begleitenden Eltern auf bunt gestylten und bequemen Gartenstühlen an modischen Tischen. Matthias Meyer-Göllner stellte mit seiner Gitarre und seinen meisterhaft und humorvoll vorgetragenen Liedern schnell Kontakt zu seinen jungen Zuhörerinnen und Zuhörern, die zudem schon bald zum Mitmachen und Mitsingen aufgefordert wurden und – wohl auch zum Erstaunen ihrer Eltern – sich gleich und gekonnt als eingespielter Chor bei Call-and-Recall-Einlagen hervortaten. Sogar bei einem musikalischen Quiz zeigten sie souverän ihr Bücher-Wissen. Und am Schluss tanzten sie sogar eine Art Reigen mit den unterschiedlichsten Partnern, eine ganzheitliche Lesung also, die alle Sinne ansprach. Für Essen und Trinken hatte Familie Müller-Blot noch gesorgt. Aber auch die Eltern mussten ran und aus dem Stand beziehungsweise aus der Hocke improvisieren: Um ein Kinderbuch für alle sichtbar und lebendig werden zu lassen, bekamen sie unterschiedliche Handpuppen und spielten spontan die Abenteuer eines Biberkindes mit, zur großen Gaudi des eigenen Nachwuchses.


Grandioser Auftakt für „Käpt’n Book in Wachtberg“


Einen besseren und gelungeneren Auftakt für „Käpt’n Book in Wachtberg“ konnte sich der Büchereiverbund Wachtberg nicht wünschen. Jetzt folgen „nur noch“ über 20 Lesungen in Kitas und Schulen, unter anderen mit Oliver Steller in der Aula des Schulzentrums in Berkum, mit Brigitte Schär im Haus St. Gereon in Niederbachem und schließlich mit der letzten öffentlichen Veranstaltung, mit Isabel Abedi in der Burg Adendorf am 15. Oktober. Im Drehwerk wird zudem für die Grundschulen der „Kleine Drache Kokosnuss“ gezeigt. Der Büchereiverbund Wachtberg bedankt sich auch an dieser Stelle nochmals im Namen unzähliger Kinder, Jugendlichen und Eltern bei all seinen Sponsoren in Wachtberg, ohne deren finanzielle Unterstützung solche herausragenden „Events“, solche kulturellen Highlights für Kinder und Jugendliche hier in Wachtberg nicht möglich wären.

Pressemitteilung

BüchereiverbundWachtberg

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
 
Weitere Artikel

Angebot der Volkshochschule der Stadt Sinzig

Gelungener Internetauftritt

Sinzig. Der folgende Kurs (067) wird geleitet von Michael Nelles und findet an drei Abenden (20., 21. und 22. November) jeweils von 18 bis 21 Uhr im PC-Raum der Barbarossaschule (1. OG) statt. Anmeldung bis 13. November. In diesem Kurs erfahren die teilnehmer, wie sie ihren eigenen Internetauftritt mit dem kostenlosen Programm WordPress erstellen können. Dieser Kurs ermöglicht es, alle wichtigen Kenntnisse zu erlangen, die zu einem kostenlosen, gelungenen Internetauftritt benötigt werden. mehr...

Kurs der Volkshochschule der Stadt Sinzig

Ruhe, Kraft und Klarheit

Remagen/Sinzig. Dieses Seminar ist eine Möglichkeit, das Leben zu entschleunigen, echte Stille zu erfahren und Momente tiefer Entspannung zu erleben. Die Teilnehmer erhalten ausführliche Information über Bedeutung und Wirkung der Meditation und lernen Schritt für Schritt verschiedene Techniken kennen (Achtsamkeitsmeditation, geführte Meditation, Körpermeditation, Bewegungsmeditation). Meditation ermöglicht... mehr...

Kurs der Volkshochschule der Stadt Sinzig

Fotografie für Anfänger mit einer DLSR

Sinzig. Fotografieren ist mehr als „knipsen“. In diesem Lehrgang wird in einer kleinen Gruppe von maximal zehn Personen das Zusammenspiel von verschiedenen Begriffen in der Fotografie erklärt. Anschließend wird das gelernte Wissen in der Praxis umgesetzt und mit dem geschulten Auge des Fotografen besprochen. Die Teilnehmer werden in Zukunft mehr Freude an ihrer Kamera haben und in der Lage sein, aussagekräftige, faszinierende Fotos zu gestalten. mehr...

Weitere Artikel

Kurs der Volkshochschule der Stadt Sinzig

Malkurs für Erwachsene

Sinzig. Jeder Mensch ist ein Künstler. Da allerdings noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, möchte Frau Kremser in diesem Kurs dabei helfen, das Malen zu erlernen. Es kann wahlweise mit Aquarell- oder Acryltechnik gearbeitet werden. Welches Arbeitsmaterial mitzubringen ist, erfahren Interessierte bei der Kursleiterin unter Tel. (0 26 42) 9 06 721 2. Eine Gebührenermäßigung ist nicht möglich. Der... mehr...

Angebot der Volkshochschule der Stadt Sinzig

Digitale Bildbearbeitung

Sinzig. In diesem Seminar wird den Teilnehmern gezeigt, wie sie ihre Bilder auf den Computer laden und per E-Mail versenden oder in Ihre Dokumente einbinden können, für zum Beispiel Einladungskarten. Sie lernen erste Bearbeitungsschritte wie die Veränderung der Bildgröße, Auflösung, Farben, Helligkeit oder Kontrast von digitalen Bildern. Als Besonderheit werden spezielle Filter angewendet, womit die Bilder zu wahren Kunststücken werden. mehr...

Förderverein Denkmalpflege und Heimatmuseum in Sinzig e.V.

Die Ahr im Wandel der Zeit

Sinzig. Die Ahr hat schon einiges erlebt - von natürlichem Verlauf in unberührter Natur über Flussregulierung ab dem 19. Jahrhundert bis hin zur mehr Naturnähe in den letzten Jahren. Das bleibt nicht ohne Folgen für Natur und Landschaft und wirkt auch auf das Abflussverhalten. Dieser veränderte Umgang mit den Fließgewässern ist am Donnerstag, 3. November um 19 Uhr Thema innerhalb der Veranstaltungsreihe „Turmgespräche“ des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums. mehr...

Weitere Artikel

Heimatmuseum Sinzig

Führung durch das Schloss Sinzig

Sinzig. Die Führung im Heimatmuseum Sinzig im Schloss (Barbarossastraße), zu der der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig e.V. an jedem ersten Samstag im Monat um 14.30 Uhr einlädt, übernimmt am 4. November Vorstandsmitglied Josef Erhardt. Ein Schwerpunkt ist dabei die Dauerausstellung zu den Sinziger Fliesen. Der Eintritt ist frei. mehr...

Förderverein Denkmalpflege und Heimatmuseum in Sinzig e.V.

Denkmalverein besichtigt Schloss Arenfels

Sinzig. Wie viele Fenster hat Schloss Arenfels? Dieser bei näherer Betrachtung komplizierten Frage wird der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums Sinzig bei seiner Exkursion auf die andere Rheinseite am Samstag, 28. Oktober auf den Grund gehen. Die Gruppe wird das Schloss im Rahmen einer Führung besichtigen. In den Jahren von 1849 bis 1858 wurde es vom prominenten Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner in das heutige Erscheinungsbild versetzt. mehr...

St. Josef-Gesellschaft e.V. Sinzig

Oktoberfest

Sinzig. Zum letzten Oktoberfest in der „Saison“ laden die „Jusseps Jonge“ alle Mitglieder, deren Frauen, Freunde und Förderer ein. Um 19 Uhr wird der amtierende König das Oktoberfest im festlich geschmückten Vereinsheim in der Helenenbergstraße eröffnen. Für das leibliche Wohl in Form von bayrischen Spezialitäten ist bestens gesorgt. Dirndl und Lederhose als Festbekleidung sind ausdrücklich erwünscht. mehr...

gesucht & gefunden
Kommentare

Der Landrat brachte 500 Euro mit

Gudrun Kast :
Sehr schöner Bericht, liebe Monika Fuchs
Uwe Klasen:
Nun ja, abgesehen von den positiven Auswirkungen der Renaturierung des Bächelsbaches und den negativen Erfahrungen der Betroffenen, so kann der BUND vielleicht die Aussage ("eher mit einem Ja zu beantworten") mit Daten des Umweltbundesamtes (Monitoringbericht 2015) neu beurteilen, worin "es keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland gebe; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben". Und, lt. den Prognosen der Computermodelle zum (anthroprogonen) Klimawandel sollen ja die Sommer in Deutschland trockener werden. Wie immer, nichts genaues ist bekannt!
Kugelmann:
Demokratie lebt vom WANDEL! Macht zu lange ausgeübt, führt zu Selbstüberschätzung derer, die sie glauben zu haben. „Siegessicherheit macht nämlich leichtsinnig und TRÄGE!“ Von 49. 359 Wahlberechtigten wählten 37.653 (76,28%) den CDU-Kandidaten nicht! Das bedeutet, dass sich der neue OB in den kommenden Jahren auch wieder auf eine Mehrheit von Mitbürgern abstützen muss, die sich wenig für Kommunalpolitik interessiert sowie politisch anders orientiert ist. Das macht wie so oft deutlich, welchen Stellenwert das Amt und die Person für die Bürger Neuwieds mittlerweile (40,1 % Wahlbeteiligung) besitzen. Bei einer Wahlbeteiligung (Stichwahl) von nur noch 40,41 % wurden dann aus 11.706 Stimmen 59,56 % für ihn, was letztlich heißt, dass der zukünftige Oberbürgermeister sich auf eine ihn gewählte Minderheit/Wahlberechtigte abstützt, die in naher Zukunft auch wieder unter „Artenschutz“ gestellt wird. „Wer trägt denn nun die Verantwortung für dieses „Desinteresse? Zweifelsohne Politiker mit ihrem Auftreten und Verhalten selbst.“ Wenn die negativen Erfahrungen der Bürger beim direkten Kontakt mit Politikern und Staat überwiegen, formt sich ein Bild des Versagens, des Rückzugs und der Verärgerung. Dagegen muss die Politik vorgehen - durch das Handeln vor Ort. Insofern ist es richtig, Probleme zu benennen, die der Bürger wirklich hat. Noch besser ist es, diese auch lösen zu wollen – ohne Kompetenzgerangel. Deshalb muss es heute und zukünftig lauten „Mehr Staat wagen“. Nicht, um die Wirtschaft zu reglementieren oder die Bürger zu überwachen, sondern um dort besser zu funktionieren, wo es einen berechtigten Anspruch an den Staat gibt. Im Klartext: „Dort, wo der Bürger den Staat wirklich braucht. Das kostet Geld – für die Verwaltung, Lehrer, Polizisten, Schulgebäude, Krankenhäuser etc.. Aber es ist gut angelegtes Geld. Weil Vertrauen in den Staat auch Vertrauen in die Demokratie bedeutet. Und das sollte auf keinen Fall verloren gehen.“ „BEGEISTERN durch VORBILD!“ Dem neuen Oberbürgermeister sind viel Glück und Stehvermögen zu wünschen, auf das er nicht zu einem Getriebenen und Erfüllungsgehilfen einer siegestrunkenen CDU wird, die doch schon jahrelang mit den „Hufen“ gescharrt hatte.
Regionale Kompetenzen

 
Service
Lesetipps
GelesenBewertet