Grandioses Benefiz-Konzert der „Mainzer Hofsänger“ in Wirges

Herzergreifende Klänge für die Herzenssache

Die Tafel Montabaur/Wirges freut sich über eine 12.000-Euro-Spende von LOTTO Rheinland

11.12.2017 - 16:51

Wirges. Unglaublich, unfassbar, sensationell, sagenhaft, phänomenal, das waren nur einige der Kommentare, die in der Pause und nach dem Ende des Konzertes, zu hören waren. Die „Mainzer Hofsänger“ haben mit ihrem Konzert im Bürgerhaus von Wirges einen wahren Sturm der Begeisterung entfacht. Getragen auf einer Woge der Sympathie und Begeisterung lieferte der Chor mit seinem Adventsprogramm ein Konzert der Extraklasse ab.


Guter Zweck trifft beste Unterhaltung


Zunächst begrüßte Alexander Schnupp, der Vorsitzende des Fördervereins Westerwaldkreis Tafel Montabaur/Wirges e.V., mehrere hundert Zuhörer im Saal des fast ausverkauften Bürgerhauses in Wirges. In seiner kurzen Rede bedankte er sich bei den „Mainzer Hofsängern“, die es zusammen mit LOTTO Rheinland ermöglicht haben, dieses einmalige Adventsprogramm in Wirges zu präsentieren. Er wünschte natürlich allen Besuchern einen unvergesslichen Abend, frei nach dem Motto: Guter Zweck trifft beste Unterhaltung. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Erwartungsvolle Stille legte sich über den Saal, als die Mainzer Hofsänger im Defilee die Bühne betraten, begleitet von rauschendem Beifall als Vorschusslorbeeren. Es folgte nun ein Konzert, welches vom ersten Ton an die Gäste in vorweihnachtliche Stimmung versetzte, denn keiner der Advents- und Weihnachtsklassiker wurde ausgelassen.


Eleganter Tanz der Töne


Absolut beeindruckend die Interpretationen der Weihnachtslieder, vorgetragen in wechselnden Soloauftritten, auch als Duo, Trio oder Quartett, immer sanft begleitet vom Rest des Chores. Den Solisten gehörte die Bühne, die so die Gelegenheit hatten, ihr ausgeprägtes Stimmpotenzial unter Beweis zu stellen. Passend zu den jeweiligen Weihnachts- und Adventsliedern begeisterten die Solisten als erste und zweite Tenöre, sowie als erste und zweite Bässe.

Wenn der Chor über drei Oktaven musikalisch zu einem Ganzen verschmolz, konnten die Zuhörer einen Klangkörper von höchster Qualität und Ausdruck bewundern. Zwei Personen müssen trotzdem hervorgehoben werden: Michael Christ, der musikalische Leiter und Dirigent und Andreas Leuck, der Mann am Klavier und stellvertretende Chorleiter. Mit unglaublicher Ruhe führte Michael Christ seinen Chor, keine hektischen, wilden Bewegungen, er arbeitete nur mit seinen Händen und Fingern, die Sänger folgten jede seiner sparsamen Bewegungen. Er führte sie, er leitete sie, geprägt von gegenseitigem Vertrauen. Ergänzt wurde das Gesamtbild durch Andreas Leuck, der meisterhaft den Chor begleitete, jeder Einsatz passte haargenau, auch seine Zwischenspiele am Klavier waren perfekt auf das jeweilige Lied abgestimmt. Sämtliche Lieder des nun folgenden Konzertes waren von Michael Christ arrangiert worden, unterstützt wurde er dabei von Andreas Leuck.

Im ersten Teil des Konzertes präsentierten die „Mainzer Hofsänger“ besinnliche Klassiker, die die vorweihnachtlichen Herzen berührten. Nach einem fast einstündigen Auftritt hatten sie sich dann eine wohlverdiente Pause „ersungen“. Im Foyer des Bürgerhauses drehten sich die Gespräche fast ausschließlich um das bisher Erlebte, nur positive Meinungen waren zu vernehmen, voller Hochachtung und Anerkennung. Nach Beendigung der Pause ging es Schlag auf Schlag weiter im anspruchsvollen Programm. Insgesamt betrachtet war ein Wechsel von der klassischen zur modernen Weihnachtsmusik festzustellen. Atemlose Stille herrschte im Saal, als zwei Solisten den Welthit „The Rose“ von Bette Midler, auf Deutsch gesungen, vortrugen. Etwas schwermütig, doch voller lyrischer Lebensweisheiten, bekam der eine oder andere ein Kloß in den Hals. Begeisterter Applaus belohnte die Solisten und den Chor. Latino-Rhythmen und Ausflüge in den Gospelbereich waren unverkennbar, die wundervolle Atmosphäre im Bürgerhaus hatte längst die Sänger und die Zuhörer vereint.


Beidseitige Begeisterung und Hilfe für die Tafeln


Standing Ovations und nicht enden wollender Applaus waren das Mindeste, was das Publikum den Künstlern bieten konnte. Jubelrufe und Klatschen, Stimmung fast wie bei einer „Malle-Party“. Als sich der Beifallsturm gelegt hatte, ergriff der musikalische Leiter der „Mainzer Hofsänger“, Michael Christ das Mikrofon, bedankte sich für den schönen Abend im Bürgerhaus von Wirges und zeigte sich sehr zufrieden mit seinen Sängern. Besonderen Dank widmete er dem Mann am Klavier, Andreas Leuck, der gleichzeitig stellvertretender Chorleiter der „Mainzer Hofsänger“ ist. Christoph Clemens, der Erste Vorsitzende der „Mainzer Hofsänger“ zeigte sich überwältigt vom Publikum und vom Konzert. Er wies aber auch auf den ernsten Hintergrund des Konzertes hin, nämlich auf die Arbeit und das Schaffen der „Tafel“. Sie würden als Sänger, mit der Unterstützung von LOTTO Rheinland, gerne diese ehrenamtliche Tätigkeit unterstützen.

Im Anschluss betrat Monika Sauer die Bühne, sie ist Präsidentin des Sportbundes Rheinland und Mitarbeiterin bei LOTTO Rheinland. In ihrer Dankesrede lobte sie die Zusammenarbeit mit den „Mainzer Hofsängern“, die jetzt seit zehn Jahren andauert. Das passe genau, denn die „Tafel“ Montabaur/Wirges besteht auch seit zehn Jahren, das wäre also praktisch ein Doppel-Jubiläum.

Zum erfreulichen Teil des Abends bat Frau Sauer Alexander Schnupp und Roswitha von Piotrovski vom Förderverein der Tafel Montabaur/Wirges auf die Bühne. Sie überreichte dem fassungslosen Vorsitzenden und der Geschäftsführerin einen Scheck über sage und schreibe 12.000 Euro, unterschrieben vom Geschäftsführer von LOTTO Rheinland, Jürgen Häfner. Herr Schnupp fand kaum Worte, seine Dankbarkeit auszudrücken, so überwältigt war er von dem Erlös der Benefiz-Veranstaltung.


Überraschungsständchen für das Geburtstags-„Kind“


Die „Mainzer Hofsänger“ hatten erfahren, dass der anwesende Bürgermeister der VG Montabaur, Edmund Schaaf, genau am Konzerttag Geburtstag hatte. Sie ließen es sich nicht nehmen, dem vollkommen überraschten Bürgermeister ein Ständchen zu singen.

Der krönende Abschluss fand dann ganz zum Ende eines denkwürdigen Abends statt, als die „Mainzer Hofsänger“ die dritte Strophe von „O du fröhliche“ anstimmten, der Dirigent Michael Christ sich umdrehte und begann, den ganzen Saal zu dirigieren. Der Aufforderung zum Mitsingen konnte sich niemand entziehen, alle machten mit. So entstand zwischen den „Mainzer Hofsängern“ und dem Publikum ein unsichtbares Band, welches alle Anwesenden ergriff und umschloss. Mit dem Advents-Konzert in Wirges haben die „Mainzer Hofsänger“ nachdrücklich bewiesen, dass sie nicht nur im Karneval begeistern können.

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Kommentare
13.12.2017 09:48 Uhr
Roswitha von Piotrovski schrieb:

Ja was soll ich sagen, es war ganz einfach ein tolles Konzert.
Ihr Artikel liest sich so, als wäre ich gerade im Konzert und würden das Ganze noch einmal erleben. Sie haben jedes Detail genau beschrieben, so können auch die Menschen, die nicht dabei waren, erfahren was sie versäumt haben.



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Kommentare
Uwe Klasen:
Es sprach am Wahlabend, Mister 100%, Martin Schulz von einem „schweren und bitteren Tag für die deutsche Sozialdemokratie“ und versicherte, es werde keine Fortsetzung der Großen Koalition mit der Union geben, jedenfalls nicht mit ihm und nicht mit Angela Merkel. Wenn die SPD-Genossen noch einen Rest an Glaubwürdigkeit vermitteln möchten, dann muss eine GroKo abgelehnt werden! Denn das, was derzeit stattfindet, ist doch nur noch ein Totentanz um das goldenen Kalb "Merkel"!
Claus:
"Dabei legte der Bürgermeister auch dar, warum die VG-Weißenthurm einen solchen Aufschwung hat." Letztlich immer noch deshalb, weil man sich bei der Einrichtung des Gewerbegebietes nichts um die Bedenken aus Koblenz (und auch nicht unbedingt was um das geltende Recht, Planverfahren und so...) geschert hat. Damit hat man den Grundstein für die finanzielle Situation der heutigen Verbandsgemeinde gelegt, vielleicht nicht ganz fair, aber auf jeden Fall erfolgreich.
Claus:
Eine sehr schöne Idee, mal so einen Rückblick mit eher regionalen/lokalen Persönlichkeiten zu füllen. Welche ehemaligen Stars gehen mussten, kommt in zig Sendungen und Zeitungen vor. Der gesellschaftliche Nutzen der hier genannten ist wahrscheinlich noch höher zu bewerten. Danke dafür.
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