Schimpansengruppe erhält Verstärkung

18.05.2017 - 14:37

Neuwied. Trubel im Menschenaffenhaus des Zoo Neuwied. Charley, Puni, Marlock und Nicki, die vier Schimpansen, schauen gespannt von der Außenanlage immer wieder zu dem Gang nach innen, denn irgendetwas geht hier vor sich. Und sie haben Recht: Sie bekommen ein neues Familienmitglied.

Bini heißt die neue Schimpansin und kommt aus dem Tierpark Amersfoort in den Niederlanden in den Zoo Neuwied. Dies ist allerdings nicht ihr erster Umzug. Geboren ist Bini 1974 in freier Wildbahn in Westafrika. Als Handaufzucht bei Menschen kam sie ein Jahr später in den Tierpark Hellabrunn nach München. Im Alter von 23 Jahren folgte der Umzug in den Zoo Kristiansand in Norwegen. Dort hatte sie zwei Geburten, wovon sie das zweite Jungtier erfolgreich groß gezogen hat. Vor vier Jahren dann ist sie in den Tierpark Amersfoort gezogen. Leider schlug die Eingliederung in die dortige Gruppe fehl. Damit Bini aber wieder Artgenossen um sich hat, entschied sich das Zuchtbuch, das für die Koordination der Schimpansen in Zoos zuständig ist, für einen Umzug in den Zoo Neuwied. Ende April war es dann soweit. „Ein Tierpfleger, der mit unseren Schimpansen arbeitet, fuhr nach Amersfoort und arbeitete dort ein paar Tage mit den dortigen Tierpflegern gemeinsam mit Bini. Als die Schimpansin dann den Weg nach Neuwied antrat, begleitete sie eine Tierpflegerin aus Amersfoort. Dieses Verfahren ist bei Menschenaffen üblich, um den Tieren die Eingewöhnung in der neuen Heimat zu erleichtern“, erläutert Zoodirektor Mirko Thiel.

Ein erstes Kennenlernen war für die Schimpansen zunächst aus der Entfernung über Riechen und Sehen möglich. Im nächsten Schritt waren sie nur noch durch ein Sichtgitter voneinander getrennt, sodass die Tiere auch durch Körperkontakt Bekanntschaft schließen konnten. Als die ersten Kontaktaufnahmen positiv verliefen und die Tierpfleger die neue Schimpansin ein wenig besser einschätzen konnten, wurde als erstes Charley, der Chef der Schimpansengruppe, mit Bini zusammen gelassen, bevor der Rest der Gruppe mit dazu durfte. Die Zusammenführung der Schimpansen verlief erwartungsgemäß nicht ohne Reibereien ab, da ein neues Gruppenmitglied auch eine neue Rangordnung bedeutet und jedes Tier versucht, sich einen möglichst hohen Rang zu erarbeiten. „Bisher gestaltet sich das Zusammenleben der Schimpansen nach ihren Verhältnissen recht gut. Es wird noch ein paar Streitigkeiten geben, aber das bleibt bei Menschenaffen nicht aus. Wir sind aber optimistisch, dass die Erweiterung der Schimpansengruppe für Bini wie auch für unsere Schimpansen eine Bereicherung ist. Und wer weiß, vielleicht klappt es hier dann auch irgendwann mit dem Nachwuchs“, erzählt Thiel weiter. Eins ist gewiss: Es wird nicht langweilig im Zoo Neuwied für Mensch und Tier.

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Kommentare
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Herr Müller, vielen Dank dass Sie mit jeder Zeile ihrer Kommentare meinen Eindruck, den ich von ihnen gewonnen habe, bestätigen! Zum Leidwesen der meisten anderen Menschen scheinen Sie sehr Intolerant zu sein und Andersdenkende lieber zu diffamieren anstatt sich mit diesen Menschen auseinanderzusetzen bzw. auch deren Meinung gelten zu lassen!
juergen mueller:
Ich müsste mich eigentlich glücklich schätzen erfahren zu dürfen, dass es Menschen wie Sie gibt, die nie interpretieren, dafür aber aus dem Belehren nicht mehr herauskommen, was wie eine Zwangsjacke sein muss, deren Leben wohl nur aus Sachlichkeit und Objektivität besteht, Menschen, die andere, die nicht Ihre Meinung vertreten, in eine Schublade stecken und ihnen geistige Grundlagen unterstellen, die unsere Demokratie gefährden. Mein lieber Herr Klasen, nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich habe mein Leben lang mit Klugscheissern wie Ihnen zu tun gehabt und dies auch noch heil und geistig frisch überstanden u. mir meine persönliche, demokratisch verordnete Gedankenwelt erhalten. Und was mein Recht ist oder nicht, das können Sie selbst in Erfahrung bringen, wenn Sie sich einmal mit dem Wort Demokratie auseinandersetzen. Hierzu interpretiere ich z.B. WIKIPEDIA.
Uwe Klasen:
Her Mueller, Sie interpretieren anstatt sachlich und objektiv zu beurteilen! Es ist ihr gutes Recht ihre Ansichten bzgl. anderen Parteien kund zu tun, aber damit einhergehend ist es NICHT ihr Recht, Andersdenkenden etwas Vorzuwerfen was nicht ihrer persönlichen Gedankenwelt entspricht und dafür noch geistige Konstrukte zu bemühen die in dieser Art und Weise nicht existieren! Von welcher Partei werden die Autos der Mitglieder verbrannt oder die Hauswände ihrer Wohnhäuser (bestenfalls) mit Farbe beschmiert, welcher Partei werden regelmäßig die Büros zerstört? Das solche, undemokratischen (!), Handlungen, die auch auf solch geistigen Grundlagen wie z.B. ihren Kommentaren beruhen, wird die Demokratie MEHR gefährdet als durch die "AfD" oder "Die Linke"! Übrigens, eine direkte Demokratie, wie z.B. die, seit Jahrhunderten, funktionierende und sich daraus immer weiter entwickelnde Schweiz ist, entgegen ihren Ansichten, eine durchaus gute funktionierende Demokratie!
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