In Kammerforst bleibt die Tradition erhalten

Zehn Meter hohes Martinsfeuer begeisterte Groß und Klein

14.11.2017 - 18:30

Kammerforst. Hoch zu Ross führte St. Martin am vergangenen Freitag die Kinder und Eltern, Großeltern und alle traditionellen Anhänger des Martinszuges durch die Kammerforster Straßen. Rund eineinhalb Kilometer legten die Zuggänger, die Kleinsten davon dick vermummt im Schneeanzug, mit Mütze und Schal und natürlich mit wunderschönen selbst gebastelten Laternen durch das Dorf zurück, die letzten 700 Meter davon gingen steil bergauf vom Wiesengrund über die Hauptstraße bis zur großen Wiese am Waldrand in der Nähe des Friedhofs.

Nach Absolvieren der fast 85 Höhenmeter war der ein oder andere doch etwas aus der Puste. Die Kinder jedoch legten diesen Weg ungeduldig, aufgeregt und voller Elan zurück. Sie bestaunten das schöne Pferd und den St. Martin in seinem roten Umhang, sangen zusammen mit ihren erwachsenen Begleitern Martinslieder und liefen, auf dem Berg angekommen, erwartungsvoll zu dem aufgeschichteten Feuerholz, das mit Hilfe und unter Aufsicht der Hilgerter Ortsfeuerwehr, so wie es seit Jahrzehnten in Kammerforst Brauch ist, von den Kindern, die Fackeln trugen, angezündet wurde.


Aufbau des Martinsfeuers alte Tradition


Noch bis vor circa 30 bis 40 Jahren waren es die Kammerforster Kinder, die sich in den Wochen vor dem Martinstag nachmittags trafen und mit dem Leiterwagen in den Wald zogen, um das Holz für das Martinsfeuer zu sammeln, zusammenzutragen und aufzuschichten.

Heutzutage ist das im Dorf eine tolle generationenübergreifende Aktion. Am Samstag vor dem Umzug trafen sich daher die Familien, um mit Kind, Kegel und Traktoren alles dazu beizutragen, dass das Feuer wie Zunder brannte. Und das tat es. Eine mehr als zehn Meter hohe Flammensäule brannte lichterloh und sprühte Funken in den dunklen Novemberhimmel über der Wiese. Das war schon ein toller, fesselnder Anblick. Aber es hieß auch Abstand halten. Dafür sorgten natürlich die Freiwilligen Feuerwehrleute aus dem Nachbardorf.

Wer sich nicht vom Feuer wärmen lassen wollte, konnte das mit einem Glühwein, Kinderpunsch oder heißem Kakao tun, der von den einsatzfreudigen Kammerforster Bürgerinnen und Bürgern an einem kleinen Stand am Rande des Waldes verkauft wurde. Dort wurden auch die Martinsbrezeln von St. Martin höchstpersönlich und mit Unterstützung von Ortsbürgermeisterin Margit Demuth ausgegeben.


Brezeln für die Kinder als Sinnbild der Nächstenliebe


Weil St. Martin als Sinnbild des Teilens gilt und jeder Mensch, der genug oder sogar mehr als genug zum Leben hat, anderen Menschen etwas abgeben sollte, wurden die Brezeln für die Kinder wie immer von der Ortsgemeinde spendiert. Darüber hinaus wurde eine genügend große Anzahl dieses Brauchtumsgebäcks angeboten, damit auch die Erwachsenen sie sich schmecken lassen konnten.

Bürgermeisterin Margit Demuth freute sich sehr, dass es einen so guten Zusammenhalt im Ort gibt. „Nachdem am Samstag das Holz aufgebaut war, kamen alle Helfer zu mir zum Suppe essen. Danach haben wir in gemütlicher Runde noch zusammengesessen. Für mich ist es wichtig, dass wir unsere Dorftradition an die jungen Dorfbewohner weitergeben, damit diese erhalten bleibt“, erklärte sie an diesem Abend. Außerdem lege sie großen Wert darauf, dass die Menschen im Ort eine gute Gemeinschaft bildeten, egal ob Alt oder Jung.

Dass das so ist, zeigte auch der diesjährige Martinszug und das freundliche Miteinander rund ums Feuer. Und so wurde es wieder einmal ein gemütlicher Abend im kleinen Kammerforst.

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Tobias Schneider:
Ich bin Hofmann-Göttig dankbar, dass er schweren Schaden in Millionenhöhe von der Stadt abgewendet hat. 2010/2011 wollte Walterpeter Twer als der Herausgeber der Rheinzeitung die Stadt drängen, der TUS Koblenz für viele Millionen ein neues Stadion zu bauen. (Die TUS war damals kurz in der 2. Bundesliga.) Das hätte die Stadt viele Millionen gekostet. Hofmann-Göttig war standhaft und hat der TUS erklärt, dass die Stadt sich das nicht leisten kann. Hätte sich Walterpeter Twer durchgesetzt, hätte die Stadt jetzt ein riesiges Stadion für einen unterklassigen Verein und Millionen zusätzlicher Schulden am Hals. Daher: Danke JoHo, dass Sie trotz der publizistischen Macht von Herrn Twer Rückgrat bewiesen haben. Die RZ hat den OB danach lange nicht mehr im Bild abgedruckt oder wohlwollend über ihn berichtet. Ich vermute, dass das aktuelle Herumreiten auf den Verfehlungen von Herrn Hofmann-Göttig gerade in der Rheinzeitung ein spätes Nachtreten von Herrn Twer ist.
juergen mueller:
Ihren Einkommensvergleich kann ich weder nachvollziehen noch akzeptieren. Es ist mir bekannt was in der Wirtschaft, Ärzte- u. Apothekerschaft verdient wird, aber auch, welchem Verantwortungs- u. Entscheidungsbewußtsein z.B. letztere unterliegen. Hat es negative Folgen, dann hat es strafrechtliche Konsequenzen - ein Politiker bestreitet erst einmal, tritt dann zurück, kassiert dennoch automatisch Übergangsgeld (für jedes Jahr als MdB einen Monat in voller Höhe - derzeit 9542 Euro bis zu 1 1/2 Jahre). Langzeitabgeordnete kassieren defacto bis zu 171.756 Euro. Dazu kommt ein bereits für jedes Jahr als MdB fälliger Pensionsanspruch von 239 Euro monatlich. DAS alles zahlt der STEUERZAHLER. Eine solch generöse Altersversorgung gibt es nur bei uns. Das ist KEIN Ärgernis, sondern eine Sauerei hoch 3. Ich wüsste nicht, dass die von Ihnen angesprochenen mittelständischen Unternehmen oder Radiologen in diesen Genuss kommen, sondern vielmehr für ihr Geld hart "arbeiten" müssen.
Thomas Schmitz:
Hallo Herr Müller, klar, kann man die Bezahlung jetzt nicht mit der Bezahlung eines durchschnittlichen Angestellten vergleichen. Aus meiner Tätigkeit als Steuerberater weiß ich, was so manch Inhaber eines mittelständischen Unternehmens oder zum Beispiel ein Radiologe an Einkommen hat. Zum Teil übersteigt das die von Ihnen genannten Beträge deutlich. Wenn man dann sieht, welche Bedeutung die Entscheidungen eines Abgeordneten für uns alle haben kann, halte ich die Bezahlung nicht für unangemessen.
juergen mueller:
Es gibt Zeitgenossen, die einen auf der Straße unaufgefordert anquatschen - JA, ich habe diesen Artikel zum Anlass genommen mich zu der Finanzierung der MdB durch den Steuerzahler zu äussern. Vergessen habe ich zu erwähnen, dass diese 2014 mal so einfach beschlossen, ihre Einkünfte an den sogen. Nominallohnindex zu koppeln (durchschnittliche Entwicklung der Bruttomonatsverdienste der Beschäftigten), um einer öffentlichen, strittigen Debatte, verbunden mit der Diätenerhöhung, zu entgehen. Desweiteren, sich unsere sogen. Volksvertreter neben ihrem "regulären Politikersalär" eine Reihe versteckter Nebenleistungen gönnen. Auch die Frage bleibt, warum die MdB nicht selbst für ihre Pension privat vorsorgen müssen, sondern der Steuerzahler? Warum bekommen diese eine STEUERFREIE Kostenpauschale von monatl. 4318 Euro? Warum muss der Steuerzahler für diese ungerechtfertigte Vollalimentation mit seiner Arbeitskraft aufkommen um selbst nachher Altersarmut genießen zu dürfen?

Den Rücken der Gläubigen stärken

Thorsten Meier:
Guten Tag Herr Hambürger, ich verstehe nicht, was Sie unter UNSERE Kollekten und Kirchensteuer verstehen. Wenn Sie aus der Kirche ausgetreten sind, wird von Ihrem Gehalt doch keine Kirchensteuer eingezogen. Es zwingt Sie doch auch keiner, Geld für eine Kollekte zu geben. Warum sprechen Sie Kirche das Recht ab, frei über die Nutzung Ihrer Gelder zu entscheiden? Die Kirche maßt sich doch auch nicht an, Ihnen vorzuschreiben, was Sie mit ihrem Geld machen. Liebe Grüße Thorsten Meier
juergen mueller:
Die jetzige Aufregung kann ich beim besten Willen als einer derjenigen nicht verstehen, der bereits vor 38 Jahren seinen Kirchenaustritt begründet vollzogen hat. Limburg und Södertälje gab es zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schon - auch, dass kirchlicherseits Spenden z.B. für ein Kinderhilfswerk eingefordert wurden, Spenden, von denen ein kirchlicher Würdenträger seine "PENTHOUSWOHNUNG" renovieren ließ. An der Scheinheiligkeit und der Macht des Geldes hat sich auch nach Jahrhunderten kirchlicherseits NICHTS geändert, im Gegenteil, es gehört nach wie vor dazu. Der Slogan:"Den Rücken der Gläubigen stärken" ist genauso vermessen u. penetrant heuchlerisch scheinheilig, wie, als wenn ein Politiker "der Gläubigen" mit ersetzt "der Bürger" hinausposaunt. Wem bekannt ist, welcher "Reichtümer (Bares inkl. Immobilien, Ländereien)" sich die Kirche erfreuen darf, der sollte sich doch fragen:"WARUM stärkt man den Rücken der Gläubigen u. Hilfsbedürftigen nicht davon?" WARUM immer "DIE ANDEREN?"
Armin Linden:
Ich kann Sie sehr gut verstehen M. Hambürger. Wer sich mit Kirchen, mit beiden - i.d. Tiefe beschäftigt, stellt fest, was für ein Partyzug mit Riesem Anhang seit Jahren unterwegs ist. Party all over the world. Bonifatius - Caritas ..egal wer. Am besten ist die Partymeile der Evangelisten. Die nehmen direkt Familie u. Partner mit. Ordentlich abfüttern. Dieses ganze unkultivierte Verhalten, wurde hier bei uns massiv durch Deutsche Bischöfe gefördert. Nichts anderes. Da fällt auch "Benedetto" als Türöffner Kirche ist kein Vorbild mehr. Pfarrer vor Ort müssen ran. Trier - München - Berlin feiert Party. Jetzt bauen wir erst mal in Schweden-
Regionale Kompetenzen

 
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