Landtagsabgeordnete Ernst und Gies fragten nach

Integration und Integrationskurse im Ahrkreis

Integration und Integrationskurse im Ahrkreis

Guido Ernst und Horst Gies.Foto: Privat

05.02.2018 - 12:13

Kreis Ahrweiler. Zu Beginn des Monats Januar berichtete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, dass die Wartezeit auf Integrationskurse im vergangenen Jahr mehr als drei Monate betragen habe. Damit sei das angestrebte Ziel einer sechswöchigen Wartezeit bei Weitem nicht erreicht worden.

Dies veranlasste die beiden Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Ahrweiler Guido Ernst und Horst Gies (beide CDU) die Landesregierung in einer Kleinen Anfrage nach der Situation im Kreis Ahrweiler zu fragen. Sie möchten wissen, wie vielen anerkannten Asylsuchenden und Flüchtlingen die Teilnahme an einem Integrationskurs angeboten wurde.

Gleichzeitig zeigten sie sich überrascht von den Medienmeldungen zu Beginn des Monats, dass viele die Integrationskurse nicht besuchen würden oder dass eine zunehmende Zahl von Analphabeten in den Kursen, trotz kleiner Lerngruppen, nicht zu einem Abschluss kämen.

Guido Ernst: „Jobcenter und Arbeitsagenturen haben nach Informationen zum Beispiel des Magazins Focus besorgt darauf hingewiesen, dass vier von fünf dieser Flüchtlinge auch nach dem Kurs so wenig Deutsch sprechen würden, dass sie keine Möglichkeit für eine Ausbildung oder einen Aushilfsjob hätten.“

Deshalb fragten die Abgeordneten auch, wie viele Asylsuchende und Flüchtlinge die Möglichkeit der Kurse angenommen oder abgelehnt hätten, wie viele die Integrationskurse abgebrochen und wie viele sie erfolgreich abgeschlossen hätten. Auch eine Frage nach der kontinuierlichen Teilnahme an den Kursen wurde von Gies und Ernst gestellt.

Schließlich wollen sie noch wissen, wie häufig Sanktionen gegenüber anerkannten Asylsuchenden und Flüchtlingen im Kreis Ahrweiler ausgesprochen wurden, weil sie eine Teilnahme am Integrationskurs verweigert, abgebrochen oder nur sporadisch teilgenommen haben.

Horst Gies sagt hierzu:“ Integration ist ein Prozess des Zusammenwachsens. Damit dieser gelingen kann, braucht es zwei Aspekte: Fördern und Fordern.“ Und sein Kollege Guido Ernst ergänzt: „Sprach- und Integrationskurse sind das notwendige Handwerkszeug. Sie müssen auch klare Regeln zeigen, die Orientierung bieten.“

Beide Abgeordneten sind der Überzeugung, dass Integration kein einseitiger Prozess bei der aufnehmenden Gesellschaft ist, sondern dass auch der Beitrag der zu uns Kommenden eingefordert werden muss.

Pressemitteilung

Horst Gies MdL

Guido Ernst MdL

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
 
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Artikel

Konzert des Fördervereins für Kirchenmusik

„Winterreise“ von Franz Schubert

Oberwinter. Das nächste Konzert des Fördervereins für Kirchenmusik in Oberwinter wird am Sonntag, den 25. Februar, um 19 Uhr, im Gemeindehaus stattfinden. mehr...

Gedenken der Ahrhutgemeinschaft

Erinnerung an Opfer der Bombenangriffe vom 29. Januar 1945

Kreisstadt. Am Montag, 29. Januar, gedachte die Ahrhutgemeinschaft in einem Gottesdienst in der St.-Laurentius-Kirche und anschließend an der Gedenkstätte auf dem Friedhof am Ahrtor der Opfer der schrecklichen Bombenangriffe auf unsere Heimatstadt Ahrweiler und insbesondere auf das Ahrtor. Auch nach über 70 Jahren ist es der Ahrhutgemeinschaft wichtig, dass die Ereignisse von damals nicht in Vergessenheit geraten. mehr...

Vorschulkinder lernen die Bücherei kennen

Oberwinterer Kita-Kinder sind jetzt „bibfit“

Oberwinter. Drei Mädchen und zwei Jungen des evangelischen Kindergartens „Unter dem Regenbogen“ in Oberwinter kennen sich jetzt prima in der örtlichen Bücherei aus. Die fünf Vorschulkinder der Kita beteiligten sich in den vergangenen Wochen mit großer Begeisterung an der jährlichen „bibfit“-Aktion. Bei vier Besuchen in der Oberwinterer Bücherei lernten sie alles, was man über Bücher und die Bücherei... mehr...

Weitere Artikel

Achter Wahl-Hallencup der Jugendabteilung des SV Kripp

Zahlreiche Tore und spannende Spiele

Remagen. Am vergangenen Wochenende richtete die Fußballjugend des SV Kripp zum achten Mal den Wahl-Hallencup in der Remagener Rheinhalle aus. Dank der großzügigen Unterstützung der Firma Wahl GmbH um die Geschäftsführer Florian Wahl, Tobias Wahl und Hans-Peter Wahl konnten sich auch in diesem Jahr die erfolgreichen Mannschaften über Pokale sowie alle Spieler und Spielerinnen über Medaillen freuen. Der jeweilige Turniersieger wurde zudem mit dem Wanderpokal ausgezeichnet. mehr...

CDU Sinzig für die Einführung von Vergünstigungen

Jugendliche und Senioren profitieren

Sinzig. Im Rahmen der letzten Stadtratssitzung hat die CDU-Fraktion die Einrichtung eines Senioren- und Jugendtaxis für die Stadt Sinzig angeregt. Dabei soll diese Zielgruppe unter bestimmten Voraussetzungen günstiger Taxi fahren können. Gedacht ist hierbei an einen festgesetzten Zuschuss für jede Fahrt. Die Durchführung ist denkbar einfach: Das Taxi kann bei einem der teilnehmenden Unternehmen bestellt werden. mehr...

Haushaltsberatungen der CDU Sinzig

„Die Bürger mit ins Boot nehmen“

Sinzig. Im Zuge ihrer Haushaltsberatungen lädt die CDU Sinzig alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Bürgerdialog am Samstag, 24. Februar um 9.30 Uhr ins Bootshaus des Wassersportvereins Sinzig ein. Dabei sollen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktion sowie Ausschussmitgliedern wichtige Eckpunkte und Projekte für die kommenden Haushaltsberatungen fokussiert und ausgearbeitet werden. mehr...

Weitere Artikel

Eröffnung der neuen Intensivstation im Verbundkrankenhaus

Offizielle Einweihung mit 150 geladenen Gästen

Linz. In einer Feierstunde mit 150 geladenen Gästen findet am 23. Februar die offizielle Einweihung und Einsegnung statt. Im Anschluss haben alle interessierten Patienten und Bürger ab 13 Uhr Gelegenheit, die Räumlichkeiten zu besichtigen. mehr...

Drei Bibelabende im März

„Liebe in der Bibel“

Remagen/Sinzig. Auf Anregung des Remagener Ökumene – Ausschusses wird herzlich eingeladen zu drei Bibelabenden im März zum Thema: „Liebe in der Bibel“. mehr...

Badminton-Club Remagen mit voller Punktausbeute

Der zweite Platz wurde gefestigt

Remagen. Von der Gastspielreise nach Hessen kehrten die Remagener mit zwei Siegen an den Rhein zurück. Am Samstag konnte der BCR beim TuS Schwanheim einen 8:0-Kantersieg feiern. Dem folgte am Sonntag ein knapper 5:3-Arbeitssieg beim TV Dieburg/Groß-Zimmern. Remagen bleibt weiter auf Platz zwei der Tabelle in der Regionalliga. mehr...

Regionale Kompetenzen

 
gesucht & gefunden
Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
Service
Lesetipps
GelesenBewertet