Lahnsteiner Jagdpächter beteiligen sich am Kampf gegen Afrikanische Schweinepest

Bürger und Waldbesucher können mithelfen, Seuchenrisiko zu verringern

Bürger und Waldbesucher können
mithelfen, Seuchenrisiko zu verringern

Das Ergebnis einer Drückjagd zur Reduzierung des Schwarzwildes im Jagdrevier Niederlahnstein. Foto: Sebastian Seifert/Stadtverwaltung Lahnstein

14.02.2018 - 15:43

Lahnstein. Dass die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP, in Deutschland ausbrechen wird, darüber sind sich die Experten einig, lediglich der Zeitpunkt und das Ausmaß der Verbreitung lassen sich noch beeinflussen. Um Maßnahmen zur Bekämpfung der ASP zu diskutieren, haben sich nun Vertreter der öffentlichen Behörden, Jagdverbände, Tierschützer, Veterinäre und weitere Experten getroffen. Nach Beendigung des Treffens war man sich darüber einig, dass nur eine Beteiligung und Mithilfe aller Interessengruppen eine flächendeckende Verbreitung verhindern kann, wobei hier insbesondere um Maßnahmen zur Populationsreduzierung und Prävention gehen wird.

Wie der Lahnsteiner Beigeordnete und Jäger Sebastian Seifert hierzu mitteilt, werden bereits seit mehreren Jahren Maßnahmen zur Reduzierung der Wildschweinpopulation in Lahnstein durchgeführt, um die immer wieder auftretenden Schäden in Gärten und Grünanlagen einzudämmen. Die Reduzierung der Population mindert zusätzlich das Infektions- und Ansteckungsrisiko mit ASP unter den Wildschweinen. „In den letzten drei Jagdjahren wurden in Lahnsteiner Revieren 651 Wildschweine erlegt“, teilt Seifert mit. Zahlen für das Jagdjahr 2017/2018 werden mit Beginn des neuen Jagdjahres Anfang April veröffentlicht. Zusätzlich wurden in Rheinland-Pfalz im letzten Jahr regelmäßig Wildschweine aus sämtlichen Regionen auf den Erreger getestet. Bislang waren diese Tests immer negativ. Bei der Prävention nehmen die Bürger und vor allem die Waldbesucher einen wichtigen Platz ein. Bei dem besagten Virus handelt es sich um eine sehr widerstandsfähige Art, die gegenüber Umwelteinflüssen sehr stabil und in Fleischerzeugnissen über Jahre hinweg infektiös wirken kann. Somit ist das Virus in der Lage, sich selbst über kleinste Mengen weggeworfene Essenreste zu verbreiten und neue Lebensräume von Schwarzwild zu infizieren. Seifert appelliert daher an alle, Essensreste nicht einfach im Wald zurückzulassen, sondern diese unerreichbar für Schwarzwild zu entsorgen.

Auch der Landesbetrieb Mobilität informiert an den rheinland-pfälzischen Autobahnraststätten mit Schildern über die ASP und gibt Handlungsempfehlungen, damit das Virus aus den osteuropäischen Ländern nicht eingeschleppt wird.

Wer auf ein verendetes Wildschwein trifft, sollte umgehend die Polizei informieren. Diese setzt sich anschließend mit dem zuständigen Jagdpächter und Behörden in Verbindung, um einen Befall mit ASP ausschließen zu können. Das tote Tier sollte unter keinen Umständen angefasst werden, damit ein Kontakt mit dem Virus ausgeschlossen werden kann. „Nur eine konsequente Ausübung der beschriebenen Maßnahmen wird eine großflächige und langfristige Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest, die für den Menschen absolut unschädlich ist, verhindern können“, so Seifert.

Pressemitteilung Stadt Lahnstein

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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