Dorferneuerung im Kreis Mayen-Koblenz

Fördertopf für 2017 wieder gut gefüllt

Anträge können bei der Kreisverwaltung gestellt werden – Alte Gebäude strahlen in neuem Glanz

Fördertopf für 2017 wieder gut gefüllt

Gelungenes Beispiel: Das kleine Wohnhaus in Kottenheim mit moderner Gestaltung des rückwärtigen Anbaus, kompletter Erneuerung des Dachstuhls, dem Einbau von drei Spitzgauben und der Erneuerung der Dacheindeckung in Naturschiefer hat sich in ein Schmuckstück verwandelt. Die Fenster wurden nach altem Vorbild nachgebaut und erneuert. Vorab hatte eine Beratung durch den Ortsplaner stattgefunden. Foto: Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

09.06.2017 - 17:06

Kreis Mayen-Koblenz. Die Dorferneuerung im Landkreis Mayen-Koblenz kann sich über einen gut gefüllten Fördertopf für 2017 freuen. 368.000 Euro stehen zur Verfügung und wurden dem Landkreis vom Land zugewiesen. Ziel dieser Förderung ist unter anderem, das Dorf als eigenständigen Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Kulturraum zu erhalten und weiterzuentwickeln. Im Kreishaus freut man sich: So manches alte Gebäude wird durch Unterstützung der Dorferneuerung bald wieder in neuem Glanz erstrahlen. Anträge können jederzeit bei der Kreisverwaltung gestellt werden.

Dorferneuerung ist eine kommunale Selbstverwaltungsaufgabe und zugleich Strukturpolitik im ländlichen Raum. Gefördert werden zum Beispiel bauliche Maßnahmen an älteren orts- und landschaftsprägenden Gebäuden mit Hof- und Grünflächen und die Schaffung von neuem Wohnraum in Ortskernen durch Umnutzung leer stehender Bausubstanz. Darüber hinaus sollen wohnortnahe Arbeitsplätze geschaffen und erhalten sowie der dörfliche Fremdenverkehr aktiviert werden.

„Mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln können wir nun in diesem Jahr wieder eine Menge bewegen“, erklärt Alois Astor, zuständiger Referatsleiter bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. Er erklärt, wer in den Genuss von Fördermitteln kommen kann: „Voraussetzung für eine Bezuschussung aus der Dorferneuerung ist zunächst einmal, dass sich das Gebäude in einer Gemeinde befindet, die ein Dorferneuerungskonzept besitzt. Das sind in unserem Landkreis 90 Prozent aller Gemeinden.“ Die Förderhöhe kann je nach Wertigkeit der Maßnahme bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 20.452 Euro je Objekt betragen.


Auch Eigenleistung kann gefördert werden


Bei den förderfähigen Kosten können auch Eigenleistungen der Bauherren berücksichtigt werden. Sie werden ebenfalls bezuschusst. Mindestens 7.669 Euro sind zu investieren. Gefördert werden nicht nur Renovierungen an der Fassade, sondern nahezu alle Maßnahmen, die dazu dienen, ein altes Gebäude „am Leben“ zu erhalten und es wieder bewohnbar zu machen. Dazu zählen neben sämtlichen Installationen auch die Erneuerung von Treppen, Böden oder Türen und je nach Gebäudegröße auch die Errichtung eines kleineren Anbaus, wenn die vorhandene Wohnfläche nicht ausreicht. Keine Förderung gibt es für Maßnahmen, die überwiegend der Verschönerung oder Bauunterhaltung dienen, wie die ausschließliche Erneuerung der Fenster, des Außenanstrichs oder der Dacheindeckung. „Wichtig ist“, so Astor, „dass für eine mögliche Förderung mit dem Bauvorhaben noch nicht begonnen wurde und noch keine Aufträge vergeben sind.“

Besonders hohe Priorität genießen Maßnahmen, mit denen Arbeitsplätze im Ort erhalten oder neu geschaffen werden, Vorhaben zur Förderung des dörflichen Tourismus oder zur Sicherung der Grundversorgung im Ort, Maßnahmen zur Unterstützung der landwirtschaftlichen Vermarktungsstrukturen und kulturelle Projekte. Ganz wichtig ist dabei eine dorf- und ortsgerechte Gestaltung der alten Gebäude und Anwesen. Oft wurden Gebäude in der Vergangenheit stark verändert, zum Beispiel durch Anordnung großer, breiter Fensteröffnungen mit Kunststofffenstern oder das Aufsetzen von Rollläden, und damit im Sinne der Dorferneuerung falsch „modernisiert“.


Regionaltypische Materialien zur Gestaltung verwenden


Bei einer ortsgerechten Gestaltung sollen Materialien und Proportionen der regionalen Bautradition entsprechen. Jede Region hat ihre für sie typischen, traditionellen Materialien. Werden in vielen Gegenden rote Dachziegel zur Eindeckung der Häuser verwandt, herrscht im Landkreis der Naturschiefer vor. In Kottenheim und Mendig wurden zum Beispiel viele Gebäude mit Basaltlava errichtet, in Rieden bestimmt der Tuff das Ortsbild, im Maifeld und an der Mosel der Bruchstein.

„Viele Gemeinden bieten privaten Investoren eine kostenlose Beratung durch die zuständigen Ortsplaner an, um schon im Planungsstadium zu unterstützen. Die Ortsplaner geben vor Antragstellung den privaten Bauherren Hinweise zur Gestaltung und zu den Fördermöglichkeiten“, macht Alois Astor Mut.

Wer sich für eine Förderung und Beratung interessiert und Informationen zur Antragstellung und den Förderkriterien erhalten möchte, kann sich an die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz wenden. Hier ist auch ein Faltblatt mit Hinweisen zur ortsgerechten Gestaltung von Gebäuden und den Fördervoraussetzungen erhältlich. Antragsvordrucke können auf der Internetseite des Landkreises unter www.kvmyk.de heruntergeladen werden.

Ansprechpartner sind Barbara Münnich, Tel. (02 61) 10 82 08, E-Mail barbara.muennich@kvmyk.de; Stephan Konzer, Tel. (02 61) 10 84 69, E-Mail stephan.konzer@kvmyk.de; Alois Astor, Tel. (02 61) 10 84 39, E-Mail alois.astor@kvmyk.de.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

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Kommentare
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Herr Müller, vielen Dank dass Sie mit jeder Zeile ihrer Kommentare meinen Eindruck, den ich von ihnen gewonnen habe, bestätigen! Zum Leidwesen der meisten anderen Menschen scheinen Sie sehr Intolerant zu sein und Andersdenkende lieber zu diffamieren anstatt sich mit diesen Menschen auseinanderzusetzen bzw. auch deren Meinung gelten zu lassen!
juergen mueller:
Ich müsste mich eigentlich glücklich schätzen erfahren zu dürfen, dass es Menschen wie Sie gibt, die nie interpretieren, dafür aber aus dem Belehren nicht mehr herauskommen, was wie eine Zwangsjacke sein muss, deren Leben wohl nur aus Sachlichkeit und Objektivität besteht, Menschen, die andere, die nicht Ihre Meinung vertreten, in eine Schublade stecken und ihnen geistige Grundlagen unterstellen, die unsere Demokratie gefährden. Mein lieber Herr Klasen, nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich habe mein Leben lang mit Klugscheissern wie Ihnen zu tun gehabt und dies auch noch heil und geistig frisch überstanden u. mir meine persönliche, demokratisch verordnete Gedankenwelt erhalten. Und was mein Recht ist oder nicht, das können Sie selbst in Erfahrung bringen, wenn Sie sich einmal mit dem Wort Demokratie auseinandersetzen. Hierzu interpretiere ich z.B. WIKIPEDIA.
Uwe Klasen:
Her Mueller, Sie interpretieren anstatt sachlich und objektiv zu beurteilen! Es ist ihr gutes Recht ihre Ansichten bzgl. anderen Parteien kund zu tun, aber damit einhergehend ist es NICHT ihr Recht, Andersdenkenden etwas Vorzuwerfen was nicht ihrer persönlichen Gedankenwelt entspricht und dafür noch geistige Konstrukte zu bemühen die in dieser Art und Weise nicht existieren! Von welcher Partei werden die Autos der Mitglieder verbrannt oder die Hauswände ihrer Wohnhäuser (bestenfalls) mit Farbe beschmiert, welcher Partei werden regelmäßig die Büros zerstört? Das solche, undemokratischen (!), Handlungen, die auch auf solch geistigen Grundlagen wie z.B. ihren Kommentaren beruhen, wird die Demokratie MEHR gefährdet als durch die "AfD" oder "Die Linke"! Übrigens, eine direkte Demokratie, wie z.B. die, seit Jahrhunderten, funktionierende und sich daraus immer weiter entwickelnde Schweiz ist, entgegen ihren Ansichten, eine durchaus gute funktionierende Demokratie!
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