Viele Bürger zeigen Interesse an Neuwieds Zukunft

Zukunftsinitiative: Intensive Diskussion bei Vorstellung

Zukunftsinitiative: Intensive Diskussion bei Vorstellung

Die Bürger hatten viele Ideen, entsprechend eng beschrieben waren die meisten Plakate. Foto: Büro Reschl Stadtentwicklung

19.05.2017 - 08:33

Neuwied. Mit der Zukunftsinitiative Neuwied will die Deichstadt Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung bis ins Jahr 2030 stellen. Als Weichensteller dienen die Experten des Büros Reschl Stadtentwicklung, aber auch die Neuwieder Bürger. Sie waren nun zum zweiten Mal gefragt, sich kritisch mit den Thesen der Fachleute aus Stuttgart auseinanderzusetzen.

Dass das Interesse der Schärjer an der Zukunft ihrer Stadt groß ist, machte am Dienstagabend ein gut gefülltes Heimathaus deutlich. Sie alle wollten sich an der Entscheidungsfindung darüber beteiligen, was strategisch wichtig ist, um die Stadt voranzubringen. Nach kurzen einleitenden Worten zum bisher vorliegenden Konzept hatten die Bürger ausführlich Gelegenheit, an vier „Marktständen“ mit den Experten ins Gespräch zu treten. Damit es nicht nur beim mündlichen Austausch blieb, hingen hinter jedem der Stände zwei große Plakate, auf denen die Bürger ihre Wünsche und Anregungen formulieren konnten und sollten. Das vorweg: Am Ende des Abends war nur noch wenig Weiß auf dem Papier zu erkennen. Ein Zeichen für eine intensive Auseinandersetzung mit den Thesen der Stadtplanungsentwickler.

Vier Kernfelder wurden beleuchtet: demografische Entwicklung, städtebauliche Aspekte, Mobilität und kulturelle Infrastruktur. Eines wurde rasch deutlich: Das Thema Radwege bewegt die Neuwieder; es tauchte gleich auf mehreren Seiten auf. Die Bürger votieren für ein gut durchdachtes Radwegekonzept, das nicht nur touristische Highlights miteinander verknüpfen kann, sondern auch die einzelnen Stadtteile besser untereinander vernetzt. Klar ist auch: In der Deichstadt will niemand eine durch bauliche Maßnahmen hervorgerufene Gettobildung, Ziel einer generationengerechten Stadtentwicklung muss in jeden Fall eine soziale Durchmischung in den einzelnen Quartieren sein. Wenn es dann noch gelingt, Neuwied zu einem Hochschulstandort zu machen und die Identifikation der Neuwieder mit ihrer Stadt zu stärken, dann sind entscheidende Schritte getan, so das Resümee des Abends.

Die Stadtentwickler versuchen nun, die gemachten Eingaben in das Konzept einzuarbeiten. Der fertige Plan soll dann im September dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt werden.

Weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Stadt Neuwied unter www.neuwied./zukunftsinitiative.html.

Pressemitteilung der

Stadt Neuwied

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Uwe Klasen:
Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren und trotzdem liefern diese, je nach "Ertragsjahr", nur zwischen 15% - 25% des benötigten Stroms. Und diesen auch nur Zufälig, keinesfalls nach Bedarf. Die "ertragreichen" Standorte sind längst zugebaut mit Windrädern, nun sollen, auf Druck der Lobbyisten, auch noch die letzten, möglichen, Standorte folgen. Dabei sind diese nur rentabel weil die durch die Förderung nach dem EEG erhalten! Arten- und Menschenschutz werden dazu ausgeblendet!
Daniel Faßbender:
Familien sind doch nicht die Zielgruppe dieses Bades. Das war es nie und wird es auch in Zukunft nicht sein. Kinder sind eher ein Ärgernis für das wirkliche Klientel. Früher waren es die Kurgäste, heute sind es salopp geschrieben, die überwiegend zahlungskräftigen Rentner und ein paar Hotelgäste aus dem Quellenhof. Welche Familie mit einem oder mehreren Kindern kann oder will sich denn den Eintritt überhaupt noch leisten? Der Tageseintritt für zwei Erwachsene mit zwei Kindern liegt bei fast 40 EUR. Für mich ein Grund da nicht hinzugehen.
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
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